Wie alles begann: So entstand die IGA 2027

Die Metropole Ruhr überzeugt!

Die Internationale Gartenausstellung (kurz IGA) gastiert im Jahr 2027 erstmals in Nordrhein-Westfalen! Sowohl der Verwaltungsrat als auch die Gesellschafterversammlung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH nahmen im Dezember 2016 die Bewerbung der Metropole Ruhr einstimmig an - besonders überzeugte dabei das dezentrale Konzept. In der Region wird die IGA 2027 von einer breiten Allianz aus Städten, Kreisen, dem RVR und weiteren Institutionen getragen. Über einen Eventzeitraum von sechs Monaten leistet die IGA Metropole Ruhr 2027 einen wichtigen Beitrag zur zukunftsgerichteten naturnahe Stadtentwicklung, zur Grünen Infrastruktur, zur Naherholung und Freizeit und damit maßgeblich zum Strukturwandel dieser einzigartigen Region. "Mit der IGA Metropole Ruhr 2027 werden wir zur grünsten Industrieregion der Welt!" Nina Frense, Bereichsleitung IV Umwelt (RVR) und Geschäftsführung der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH.

Imagefilm

Der Imagefilm begeistert und gibt spannende Einblicke in die Handlungsfelder der Internationalen Gartenausstellung. Die IGA 2027 wird mehr als nur eine Gartenschau!

eine Idee wächst - die IGA Metropole Ruhr 2027 überzeugt

eine Idee wächst - die IGA Metropole Ruhr 2027 überzeugt

Schon weit bevor die Bewerbung der Metropole Ruhr als Austragungsort für die Internationale Gartenausstellung angenommen und die Durchführungsgesellschaft gegründet wurde, durchlief das Großprojekt einen mehrjährigen Entwicklungsprozess:

2011 - 2013: In den Jahren 2011 bis 2013 wurde die Idee zur IGA geboren. Informelle Gespräche mit der Regionaldirektorin des RVR Karola Geiß-Netthöfel und Stakeholdern in der Region erfolgten in dieser Zeit. Zudem wurde das Thema in die Gremien des RVR eingebracht, mit dem Beschluss eine Machbarkeitsstudie für die IGA 2027 zu erarbeiten. Parallel lief ein Abstimmungsprozess mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG), um einen ersten Dialog über Chancen und Möglichkeiten des IGA Projektes zu führen. Der Regionalverband Ruhr leistete als Initiator und Impulsgeber den wesentlichen Beitrag zur Erstellung grundlegender Konzepte. Im Oktober 2013 wurde schließlich die Machbarkeitsstudie beauftragt. In dieser Zeit lag die Projektleitung in der Hand von Dr. Eberhard Geisler, Referatsleiter im Bereich Umwelt beim RVR.

2014 -2015: Mit der Machbarkeitsstudie wurde das dezentrale 3-Ebenen-Konzept der IGA Metropole Ruhr 2027 entwickelt (Büro SINAI, Berlin), welches in der Geschichte der Internationalen Gartenausstellungen einzigartig ist. Viele Teilaspekte der IGA 2027 wurden in dieser Studie vorgedacht - unter anderem erste Vorschläge für die Verortung der Zukunftsgartenstandorte, finanzielle Überlegungen inklusive einer ersten Besucherprognose und Ideen für Kommunikations- und Marketingmaßnahmen.

2016: Sowohl für die Zukunftsgartenstandorte als auch für die Ebene "Unsere Gärten" starteten Projektaufrufe, die von weiterführenden Beratungen in den Mitgliedskommunen begleitet wurden.  Im Rahmen einer Bereisung mehrerer potenzieller IGA-Standorte, wurde die Bewerbung an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) im September 2016 übergeben.  Der Verwaltungsrat und die Gesellschafterversammlung der DBG nahmen im Dezember 2016 die Bewerbung der Metropole Ruhr einstimmig an. Die Projektleitung übernahm Horst Fischer, Dipl.-Ing. Landschaftsplanung und z. d. Z. neuer Referatsleiter im Bereich Umwelt beim RVR.

2017: Im Jahr 2017 fanden für die Zukunftsgartenstandorte wegweisende Werkstätten statt. Leitbegriffe wurden definiert und Teilthemen weiter vertieft. Die dadurch entstandene Weiterqualifizierung der Projekte wurde regelmäßig in die Gremien des Verbandes gespiegelt. In diesem Jahr wurde Nina Frense Beigeordnete Umwelt im RVR und war seitdem intensiv an der Entwicklung des Projekts beteiligt.

2018: Mit dem Kabinettsbeschluss der Landesregierung zur Unterstützung der IGA Metropole Ruhr 2027, fand im Juli 2018 eine politische Debatte ihr Ende, die vom Regionalverband Ruhr als Prozessgestalter und Moderator für die Region federführend begleitet wurde. So konnte sich das Projekt verstetigen und ein gemeinsamer Konsens gefunden werden. In diesem Zusammenhang erfolgten in allen beteiligten Kommunen des Ruhrgebiets Beschlüsse für die IGA. Ein differenzierter Kosten- und Finanzplan wurde erstellt und durch die Gremien des RVR beschlossen.

2019: Nachdem im Dezember 2018 von der Verbandsversammlung des RVR der Beschluss gefasst wurde, eine eigenständige Durchführungsgesellschaft für das Dekadenprojekt zu gründen, wurde ein Jahr später die IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH ins Leben gerufen, mit Nina Frense als Geschäftsführerin. Die IGA kann kommen!

2020: Nach der konstituierenden Aufsichtsratssitzung der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH starteten im Januar 2020 die freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbe für die Zukunftsgärten Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen sowie für den interkommunalen Standort Bergkamen/Lünen, an denen sich zahlreiche Planungsbüros beteiligen sollten. Für den Standort Dortmund wurde im Juli 2020 bereits das erste Wettbewerbsergebnis verkündet. Außerdem fand im August die erste Beiratssitzung im Qualifizierungsprozess für die Ebene "Unsere Gärten" statt. Die fachliche Doppelspitze, in Form zweier Projektleitungen, wurden durch Frau Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott und Dipl.-Ing. Horst Fischer (ehml. Referatsleiter beim RVR) übernommen.

Im Video: Stimmen zur IGA 2027 in der Metropole Ruhr

Im Video: Stimmen zur IGA 2027 in der Metropole Ruhr

Zusammenschnitt

Zahlreiche Freunde und Partner des Projekts freuen sich auf die IGA Metropole Ruhr 2027. Das Video zeigt einen Zusammenschnitt verschiedener Interviews.

Weitere Videos

Auch weitere Stimmen zeigen ihre Begeisterung für die IGA Metropole Ruhr 2027.

Mehr dazu

Nina Frense

Als Bereichsleitung Umwelt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) bekleidet Nina Frense seit dem 10.02.2020 die Geschäftsführung der Durchführungsgesellschaft IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH

Karola Geiß-Netthöfel

Als Regionaldirektorin des Regionalverbands Ruhr (RVR) bekleidet Karola Geiß-Netthöfel auch den Vorsitz des Aufsichtsrats der IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH.

Wie ist die Finanzierung geregelt?

Wie ist die Finanzierung geregelt?

Der Durchführungshaushalt beläuft sich auf rund 84 Millionen Euro. Etwa 35 Millionen davon sollen aus Einnahmen der verkauften Eintrittskarten finanziert werden. Konservativ gerechnete Besucherprognosen gehen von etwa 2,6 Millionen Besuchern aus.

Laut Machbarkeitsstudie könnte die Internationale Gartenausstellung sogar bis zu fünf Millionen Besucher anlocken. Weitere Einnahmen ergeben sich aus Mieten, Pachten und Sponsoring.

Getragen und unterstützt wird die IGA Metropole Ruhr 2027 vom Regionalverband Ruhr, von den Städten und Kreisen der Metropole Ruhr, der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH, der Ruhr Tourismus GmbH sowie zahlreichen weiteren beteiligten und interessierten Institutionen wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, dem Landschaftsverband Rheinland, Gartenbauverbänden, der Landwirtschaftskammer oder Kleingartenverbänden.

RUFIS-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit

RUFIS-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit

Neben den generellen Zielsetzungen der IGA 2027, zu denen Umwelt- und Klimaschutz, Freiraum- und naturnahe Stadtentwicklung gehören, wurden komplementäre Nebeneffekte untersucht: Das Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS) der Ruhr-Universität Bochum hat der IGA 2027 positive wirtschaftliche Effekte für die Metropole Ruhr und das Land NRW bescheinigt.
Durch die IGA sollen insgesamt 9.000 (teils saisonale) Arbeitsplätze neu entstehen, über 70 Prozent davon verbleiben in der Region. Hinzu kommen Produktions- und Einkommenseffekte von bis zu 800 Millionen Euro; davon entfallen rund 656 Millionen Euro auf die Metropole Ruhr.
Von dieser Stadt- und Regionalentwicklung gehen laut RUFIS auch Impulse für die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung im Ruhrgebiet aus. Die öffentlichen Investitionen in Grünanlagen und nachhaltige Stadtentwicklung ziehen zahlreiche privatwirtschaftliche Investitionen nach sich. 

Vorstudie Verkehr-Mobilität

Vorstudie Verkehr-Mobilität

Neben den generellen Zielsetzungen der IGA 2027, zu denen Umwelt- und Klimaschutz sowie Freiraum- und naturnahe Stadtentwicklung gehören, wurden komplementäre Nebeneffekte untersucht: Das raumkom Institut für Raumentwicklung und Kommunikation hat im Auftrag des Regionalverbands Ruhr (RVR) das zu erwartende Besucherverhalten sowie die Verkehrsstrukturen zwischen den Hauptstandorten der IGA Metropole Ruhr 2027 untersucht und analysiert.

ift-Besucherprognose zum Ausstellungsjahr

ift-Besucherprognose zum Ausstellungsjahr

Die Deutsche Bundesgartenschau GmbH (DBG) hat in Abstimmung mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) die ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH sowie den RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten mit der Erstellung einer Besucherprognose für das Ausstellungsjahr 2027 beauftragt.

  • ift-Besucherprognose IGA 2027 (1 MB) Die ift-Besucherprognose zur Einschätzung der Besucherzahlen im Ausstellungsjahr. PDF: ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH & RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten/RVR

IMPRESSIONEN VON DER IGA-BEREISUNG 2016

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens um die Ausrichtung der IGA Metropole Ruhr 2027 hat am 27.9.2016 eine Bereisung mit der Bewertungskommission der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH stattgefunden. Vertreter des Zentralverbands Gartenbau e.V. (ZVG), des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) und des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) haben im Rahmen der Bereisung potenzielle Ausstellungs- und Präsentationsflächen der IGA besichtigt. Organisiert wurde dies durch den Bereich Umwelt des RVR. Erster Besichtigungsort war die Stadt Dortmund als Ausrichterin für einen der fünf Zukunftsgärten. Es wurden der Westfalenpark und das Stadtentwicklungsgebiet Hörde mit PHOENIXSee besichtigt, zum Abschluss stand der damalige Oberbürgermeister Ullrich Sierau der Kommission für einen fachlichen Austausch zur Verfügung.

Ein zweiter Zukunftsstandort wurde am Wasserkreuz zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal in Castrop-Rauxel/Recklinghausen besucht. Frau Dr. Oldengott (damals Emschergenossenschaft/Lippeverband) stellte die Planungen und Ideen für diesen Standort vor, den die Emschergenossenschaft umsetzen wird. Abschluss der Bereisung war die Befahrung der Großhalde Hoheward mit Horizontobservatorium und Sonnenuhr. Die gesamten Bewerbungsunterlagen wurden am Abend von der Regionaldirektorin im Rahmen eines Festaktes, zu dem auch die Bürgermeister und Oberbürgermeister der Region, sowie ihre Landräte eingeladen waren, an Herrn Selders, den Vorsitzenden der Bewertungskommission übergeben. Das positive Ergebnis wurde zum Ende des Jahres 2016 verkündet.

Fotos: © Olaf Ziegler, Volker Wiciok

IGA Metropole Ruhr 2027 gGmbH
info@iga2027.ruhr
Kronprinzenstraße 6, 45128 Essen