Zukunftsgarten "Landschaft in Bewegung"

Postindustrielle Landschaft: Hochaktiv und bewegt entspannt

Die Landschaft an Lippe und Datteln-Hamm-Kanal, einstmals durch Bergbau und Montanindustrie geprägt, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten an vielen Stellen bereits zu einer weitläufigen Freizeit- und Erholungslandschaft entwickelt. Beispiele hierfür sind die Halde „Großes Holz“, die Marina Rünthe, der Wasserwanderrastplatz Preußenhafen sowie der Seepark Lünen. Eine Naturarena auf der Halde „Großes Holz“ und das Stadtentwicklungsprojekt „Wasserstadt Aden“ werden diese Angebote in den kommenden Jahren noch ergänzen.

Es fehlen jedoch wichtige Bereiche, die bisher nicht entwickelt werden konnten, wie die Haldenlandschaft am Datteln-Hamm-Kanal in Bergkamen und die innenstadtnahe Brache der ehemaligen Zeche Victoria I/II in Lünen. Beide Flächen sind heute für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, bergen aber ein hohes Entwicklungs- und Erlebnispotenzial.

Unter dem Motto „Landschaft in Bewegung“ soll daher bei der IGA 2027 ein interkommunaler Zukunftsgarten entstehen. Dieser vernetzte Erlebnisraum an Lippe und Datteln-Hamm-Kanal zwischen Marina Rünthe im Osten und Preußenhafen im Westen bietet eine hohe Attraktivität für Tourismus und Freizeitgestaltung. Zukunftsfähige Aktiv- und Trendsportangebote sollen die bewegte Topografie nutzen. Bewegungs- und Naturerlebnisse, ein hoher ökologischer Anspruch und die industriekulturelle Ortsgeschichte werden in Einklang gebracht. Alles dreht sich dabei um die Frage „Wie wollen wir morgen Freizeit gestalten?“

Als thematische Klammer des Zukunftsgartens wurde das Thema „Bewegung“ formuliert – und zwar im dreifachen Sinne:

  1. die Bewegung der Landschaft – Natürliche und industriekulturelle Veränderungsprozesse des Raumes werden mit der IGA 2027 weitergeführt und erlebbar gemacht,
  2. die Schaffung von Angeboten, die die Besucher*innen in Bewegung bringen,
  3. durch bewegende Inszenierungen sollen die Besucher*innen des Zukunftsgartens emotional erreicht werden– im IGA-Zeitraum 2027 wird ein Publikumsmagnet für das nationale und internationale Publikum geschaffen und dauerhaft finden Bewohner*innen und Besucher*innen hier Angebote für Freizeit und Erholung.

Das Thema Bewegung wird nicht allein analog, sondern auch in verschiedenen digitalen Formaten umgesetzt. So sollen beispielsweise die beiden Standorte digital verbunden werden. Außerdem können virtuelle Angebote den Besucher*innen die Historie der beiden Standorte vermitteln.

Innovative Planungsideen gesucht - und gefunden!

Mitte 2020 haben die Städte Bergkamen und Lünen gemeinsam mit der IGA Metropole Ruhr gGmbH einen internationalen, freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb ausgelobt. Sein Ergebnis bildet die planerische Grundlage für die freiraumplanerische und touristische Entwicklung der Hauptausstellungsflächen „Haldenlandschaft am Kanal“ in Bergkamen und „Viktoria“ in Lünen. In den Wettbewerbsbeiträgen wurden individuell auf Bergkamen und Lünen zugeschnittene Vorschläge sowie verbindende Elemente für den gemeinsamen Zukunftsgarten entwickelt.

Zehn Büros haben ihre Arbeiten abgegeben. Eine Jury hat am 10. März 2021 die besten Entwürfe und Konzeptionen prämiert.

"Bergkamen befindet sich mitten im Strukturwandel. Neben der bereits im Bau befindlichen Wasserstadt Aden wird die IGA 2027 herausragende Entwicklungschancen für unsere Stadt eröffnen. Wir wünschen uns dabei keine Kurzzeitinszenierungen, sondern auf Jahrzehnte zukunftssichere Projektbausteine insbesondere im Segment Freizeit und Erholung", so der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen, Dr.-Ing. Hans-Joachim Peters.

Laut Jürgen Kleine-Frauns, Bürgermeister der Stadt Lünen, birgt die IGA 2027 einmaliges Potenzial für die Stadtentwicklung: "Die IGA 2027 ist für uns eine Chance, die große Viktoria-Brache im Herzen der Stadt nicht nur zu sanieren, sondern auch zu gestalten. Wir wollen sie an die Innenstadt und den Seepark Horstmar anbinden und werden hier einen attraktiven Erholungsraum schaffen, der sowohl den Lünerinnen und Lünern als auch Besucherinnen und Besuchern zugutekommen wird."

Aufbauend auf den Wettbewerbsergebnissen können nunmehr die konkreten Planungen für den Zukunftsgarten beginnen.

 

Bergkamen und Lünen: Zwei Städte machen mobil - multimodal an Lippe und Kanal

Bei der IGA 2027 spielt das Thema Mobilität eine wichtige Rolle. Es geht dabei nicht nur um die Nutzung „klassischer“ Verkehrsträger wie ÖPNV und Fahrrad, sondern auch um das Ausprobieren innovativer Verkehrsträger wie neuartige E-Mobile oder autonome Transportmittel. Ziel ist eine zukunftsfähige Vernetzung in der Metropole Ruhr. Im Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen soll die Erreichbarkeit beispielsweise auch über den Wasserweg ermöglicht werden.

Als erster Schritt wird der sogenannte IGA-Radweg auf einer Strecke von 20 km den Bahnhof Lünen mit der Innenstadt und in Richtung Süden die Fläche „Viktoria“, den Seepark und von dort am Datteln-Hamm-Kanal entlang die Wasserstadt Aden in Bergkamen mit der Haldenlandschaft am Kanal verbinden. Weiter in Richtung Osten wird ein attraktiver Anschluss über die Marina Rünthe an den zukünftigen Radschnellweg RS 1 hergestellt.

Der IGA-Radweg, der abschnittsweise in den Jahren 2022 bis 2025 gebaut wird, verbessert nicht nur für das Ausstellungsjahr der IGA 2027, sondern auf Dauer das Angebot für den Alltags- und Freizeitradverkehr zwischen den Städten.

Das Bild zeigt zwei Fahrradfahrer, die an einem Fluss entlang radeln.

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Auch auf der Website der Stadt Bergkamen ist die IGA Metropole Ruhr 2027 vertreten.

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Das Bild zeigt einige Schiffe, die am Yachthafen Marina Rünthe anliegen.

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Auf der Website der Stadt Lünen sind weitere Informationen zur IGA Metropole Ruhr 2027 zu finden.

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