Zukunftsgarten Gelsenkirchen

Von Wasser und Wandel …

Wer den Nordsternpark in Gelsenkirchen betritt, spürt sofort: Dieser Ort erzählt Geschichten. Geschichten von Industrie und Aufbruch, von Wandel und neuer Natur. Bereits zur BUGA 1997 wurde hier sichtbar, dass das Ruhrgebiet mehr kann, als nur die Vergangenheit zu bewahren. Mit der IGA 2027 wird dieser Gedanke konsequent weitergeführt – und die Emscherinsel zum Zukunftsgarten, der Natur- und Wassererlebnis in den Mittelpunkt stellt.

© Rupert Oberhäuser / IGA 2027

Industriekultur trifft nachhaltige Stadtentwicklung

Zwischen Rhein-Herne-Kanal und Emscher entsteht auf rund 28 Hektar ein außergewöhnlicher Zukunftsraum für urbane Transformation, klimaresiliente Stadtentwicklung und grüne Infrastruktur. Wasser, Natur und Industriekultur verbinden sich hier zu einer neuen Parklandschaft, die Antworten auf zentrale Fragen moderner Stadtplanung gibt: Wie gehen wir nachhaltig mit der Ressource Wasser um? Wie werden Städte klimaresilient? Und wie kann Natur mitten im urbanen Raum neue Lebensqualität schaffen?

Greentower im Zukunftsgarten 

Ein markantes Symbol dieses Wandels ist der ehemalige Kohlenbunker, der sich heute zur grünen Landmarke entwickelt: dem Greentower. Seine üppig begrünte Fassade verwandelt das frühere Industriegebäude in ein lebendiges Beispiel für nachhaltige Architektur und klimagerechte Umnutzung von Bestandsbauten.

Auf dem Dach eröffnet sich ein beeindruckender Blick über den Park, ergänzt durch eine öffentlich zugängliche Dachterrasse. Ein Café im Erdgeschoss macht den Greentower zusätzlich zu einem neuen Treffpunkt im Park. Damit wird das Gebäude zum architektonischen Highlight des Zukunftsgartens.

Das Grün-Blaue Band

Das Thema Klimaanpassung zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Zukunftsgarten. Besonders anschaulich wird dies im Grün-Blauen Band: einer neuen Wasserlandschaft zwischen IGA-Eingang, Amphitheater und Kohlenbunker. Ein weiteres Highlight ist das ehemalige Wendebecken der Zeche Nordstern, das zur IGA 2027 erstmals und dauerhaft für die Öffentlichkeit geöffnet wird. Naturstege, Ruhe- und Aussichtsplattformen laden zum Verweilen ein. Schwimmende Blumeninseln und – im IGA-Jahr – künstlerisch inszenierte Wassershows machen den Ort zu einem besonderen Erlebnis direkt am Kanal. Aus einem funktionalen Industrieareal wird so ein außergewöhnlicher Freizeit- und Erholungsraum.

Ruhe in der Natur 

Ganz leise, aber nicht weniger eindrucksvoll zeigt der Sukzessionswald im Westen der Emscherinsel, was Wandel bedeuten kann. Hier hat sich die Natur ein ehemaliges Industrieareal zurückerobert. Zur IGA wird dieser Wald zur Ausstellungsfläche für Beiträge rund um Naturverbundenheit. Garten- und Landschaftsbauerinnen sowie Friedhofsgärtnerinnen präsentieren innovative Ideen für naturnahe Grünräume – von urbanen Parks bis hin zu persönlichen Rückzugsorten. 

Den Erfolg der BUGA 1997 im Nordsternpark wollen wir mit der IGA 2027 wiederholen. Hier geht es um weit mehr als eine bunte Blumenschau, sondern um Zukunftsfragen. Mit dem klimaangepassten Zukunftsgarten schaffen wir ein Symbol für nachhaltige Stadtentwicklung weit über 2027 hinaus. - Andrea Henze, Oberbürgermeisterin Gelsenkirchen -

Frischer Wind auf der Emscherinsel

Emscherinsel von Oben. Foto: TU DO/U. Grützner

Klima, Wasser und Gartenkultur erleben

Der Zukunftsgarten Gelsenkirchen zeigt auf rund 12.500 m², wie zeitgemäße Gartenkultur, Klimaanpassung und Wassererleben harmonisch verschmelzen. Highlight sind die schwimmenden Beete und der 3.000 m² große Wechselflor, der industrielle Geschichte und urbane Kultur in farbenfrohen Pflanzbildern sichtbar macht.

Besondere Aufmerksamkeit erhalten die VGL-Themengärten: Auf einem 6.000 m² großen Klimawalk erleben Besucher nachhaltige Pflanzkonzepte, klimaresiliente Gestaltung und innovative Gartendesigns. Der Weg endet am Klimaring, einer erhöhten Plattform mit Ausblick über den Park, ergänzt durch Pavillon, Grünes Klassenzimmer und Bildungsangebote.

Weitere Akzente setzen Grab- und Denkmalflächen, florale Details entlang der Wasserflächen sowie schwimmende Pflanzinseln im Wendebecken des Kanals. So wird der Zukunftsgarten Gelsenkirchen zum inspirierenden Schaufenster für nachhaltigen Gartenbau, urbane Natur und klimafreundliche Freiräume.

BUGA 1997 - Ort mit Gartenbaugeschichte

Der Zukunftsgarten Gelsenkirchen steht damit exemplarisch für das Potenzial des Ruhrgebiets. Aufbauend auf den Errungenschaften der BUGA 1997 führt er die Emscherinsel in eine neue Dimension: vom einstigen Bergbauareal zu einem inspirierenden Ort, an dem nachhaltiger Umgang mit Wasser, Natur und Raum erlebbar wird. Ein Ort, der zeigt, wie Transformation gelingt – leise, kraftvoll und mitten im Leben.

Die Wettbewerbsdokumentation gibt Einblicke in das Wettbewerbsverfahren sowie dessen Ergebnisse in 2021.

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