Parks und Gärten
Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben
Die schönsten historischen Parkanlagen, moderne Themengärten und faszinierende Industrienatur werden miteinander verbunden und machen somit den Strukturwandel der Region erlebbar. Über 60 sorgfältig ausgewählte Parks, Gärten und Landschaftsräume werden inszeniert und bieten überraschende Einblicke in Gartenkunst, Industriekultur und die grüne Transformation des Reviers.
Die Auswahl und Konzeption basieren auf einer umfassenden Studie mit Vor-Ort-Begehungen und Fotodokumentationen. Ergänzend entstehen attraktive Radrouten im Ruhrgebiet, die diese besonderen Ausflugsziele nachhaltig und komfortabel miteinander verknüpfen. So entsteht ein einzigartiges Erlebnisnetz für Naturerlebnis, Industrienatur und nachhaltigen Tourismus im Ruhrgebiet.
Projektbeschreibung
Das Projekt "Erlebnisrouten IGA 2027 - Grüne Transformation mit dem Rad erleben" schafft neue Erlebnisrouten für die erlebbare grüne Infrastruktur des Ruhrgebiets, die durch hochwertige Contentproduktion digital inszeniert werden. Dieses regionale Vorhaben zahlt auf die Ziele des Territorialen Strategiekonzepts Tourismus Ruhrgebiet ein, in dem die IGA 2027 ein spezifisches Angebotsthema darstellt.
Ausgangslage
Die IGA 2027 wird als erste dezentrale Gartenausstellung ein innovatives Veranstaltungskonzept umsetzen, das die Polyzentralität des Ruhrgebiets betont. Bereits 40 von 53 Kommunen der Region sind mit insgesamt 135 Standorten an der IGA 2027 beteiligt. Mit den Hauptstandorten in Duisburg (Rheinpark), Gelsenkirchen (Nordsternpark) und Dortmund (Kokerei Hansa, Deusenberg und Kokereipark) sowie regionalen Parks und Gärten („Unsere Gärten“) und bürgerlichem Engagement („Mein Garten“) bietet die IGA 2027 die Chance, das Ruhrgebiet als nachhaltigen Lebens-, Arbeits- und Tourismusraum zu profilieren. Die IGA 2027 wird positive Effekte auf die gesamte Region haben und ist umfassend verzahnt mit dem Landestourismusverband NRW, dem Regionalverband Ruhr (RVR) sowie regionalen und überregionalen Akteuren.
Im Fokus der IGA 2027 stehen die grünen Potenziale der Region – eindrucksvolle Garten- und Parkanlagen, regionale Grünzüge und artenreiche Industrienatur. Sie investiert in das, was das Ruhrgebiet schon jetzt zu einer bemerkenswerten Region des Wandels macht: ihr grünes Erbe.
Doch wie können die neuen Garten- und Parkerlebnisse, Themenrouten und Wege insbesondere für die erwarteten rund 3 Millionen Besuchenden, die diese Potenziale vielleicht noch gar nicht kennen, einfach entdeckt und erfahrbar gemacht werden? Das geplante Vorhaben umfasst Inspiration, digitale Lösungen und besondere Anreize, die Freude machen, die Region mit dem Rad kennenzulernen und weiter zu erkunden – und das über die Hauptstandorte der IGA 2027 hinaus.
Mit dem Großevent der IGA in 2027 und den geplanten aufmerksamkeitswirksamen Kommunikationsmaßnahmen werden die Angebote eines neuen und nachhaltigen Routenerlebnisses der Parks und Gärten im Ruhrgebiet transportiert und bieten somit die einmalige Chance neue touristische Zielgruppen zu erschließen. Das Projekt wird im regionalen Konsens umgesetzt und eng mit der regionalen Tourismusstrategie sowie dem Freizeit- und Tourismuskonzept des RVR verzahnt. Konsortialführer ist die IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH (IGA gGmbH). Die Newcubator GmbH übernimmt als zentraler Technologiepartner die Entwicklung einer digitalen Applikation, die Besuchenden interaktiv aktiviert, die Routen der IGA 2027 zu entdecken.
Das Vorhaben integriert die Tourismus Data Intelligence Initiative NRW sowie die übergeordnete DACH-Raum-Datenstrategie, die Teil der Landes-Tourismusstrategie (LTS) Nordrhein-Westfalens ist. Durch die digitale Lösung werden bestehende touristische Daten gezielt genutzt und um interaktive Erlebniselemente erweitert, um ein nachhaltiges, barrierearmes und zukunftsweisendes Besuchserlebnis zu schaffen.
Das Programm EFRE/JTF NRW
Gemeinsam Ideen entwickeln, um Potenziale zu entfalten und die Wettbewerbsfähigkeit in Nordrhein-Westfalen zu stärken: Das EFRE/JTF-Programm fördert innovative und nachhaltige Vorhaben, damit Europas Regionen zusammenwachsen können. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie in der folgenden Erklärung zum Programm. Mit der EFRE/JTF-Förderung sollen die europäischen Regionen wachsen und ihre wirtschaftliche sowie soziale Entwicklung gefördert werden. In Nordrhein-Westfalen umfasst die Strategie des EFRE/JTF-Programms mehrere zentrale Schwerpunkte, um ganz Nordrhein-Westfalen zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern, die nachhaltige Transformation zu unterstützen und den sozialen Zusammenhalt zu verbessern. Die Förderung unterstützt Projekte, die kreative Ideen für nachhaltige, ressourceneffiziente und klimaneutrale Technologien entwickeln oder Produkt- und Prozessinnovationen umsetzen.
Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, verschiedenen Branchen oder auf regionaler Ebene zwischen Städten und Gemeinden ist hierbei zentrales Anliegen des EU-Regionalförderung in NRW. Das Programm fördert die Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Kommunen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Das EFRE/JTF-Programm gestaltet in Nordrhein-Westfalen eine innovative und inklusive Zukunft, indem es die Stärken der Region nutzt, um auf die Herausforderungen der Zukunft zu reagieren.
Förderschwerpunkte
Nachhaltiger Tourismus - Wirtschaft:
Das Projekt fördert die nachhaltige touristische Entwicklung durch eine digitale, interaktive Applikation, die Besuchende motiviert, die grüne Transformation und die Vielfalt der Region auf innovative Weise zu entdecken. Das digitale Stickeralbum als Gamification-Element und die dauerhaften Routen-Signets verbindet analoge und digitale Komponenten zu einem hybriden Erlebnis. Besuchende werden spielerisch dazu angeregt, die Region nachhaltig zu erkunden und sich intensiver mit ihren Besonderheiten auseinanderzusetzen. Diese digitalen und interaktiven Maßnahmen sorgen nicht nur für eine langfristige Nutzung der Routen während und nach der IGA 2027, sondern stärken auch die Identifikation mit der Region, indem sie ihre grüne Transformation und touristischen Highlights in einer barrierearmen, multimedialen Form erlebbar machen. Durch die Stärkung regionaler Besonderheiten und die Förderung nachhaltiger Mobilität, wie durch die Integration von Radrouten, trägt es zur langfristigen Wertschöpfung als attraktive Destination, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zur wirtschaftlichen Stabilität des Ruhrgebiets bei.
Kultur - touristischer Pull-Faktor:
Die Route der Parks und Gärten inszeniert das facettenreiche kulturelle Erbe des Ruhrgebiets als Zeitreise durch Epochen, von historischen Klostergärten über Bürgergärten bis hin zu den modernen Zukunftsgärten der IGA 2027, und schafft so einen innovativen Zugang zu bislang wenig bekannten Attraktionen. Dieses Projekt macht Kunst und Kultur erlebbar, stärkt die Profilierung Nordrhein-Westfalens als Kulturreiseziel und verbindet die Industriekultur mit der überraschenden grünen Transformation der Region. Die kreative Darstellung durch Kunstschaffende aus der Artistik inspiriert insbesondere jüngere, experimentierfreudige Zielgruppen (Expeditive SINUS-Milieus), sich selbst auf den Weg zu machen, die außergewöhnliche Vielfalt und Attraktivität der Region zu entdecken. Standortbezogene multimediale Inhalte in verschiedenen sowie leichter Sprache ermöglichen es darüber hinaus einem breiten Publikum, tiefer in die Geschichte, Gestaltung und ökologischen Aspekte der Gartenlandschaften einzutauchen.
Notwendigkeit der Förderung:
Ohne die Förderung wäre die Umsetzung des Projekts in der geplanten Qualität und Reichweite nicht realisierbar, da insbesondere die aufwendigen kreativen Inszenierungen, die hybriden Erlebnisangebote sowie die Entwicklung der App und der Radrouten entscheidende Ressourcen erfordern, die allein nicht finanziert werden können.
