Die IGA Metropole Ruhr 2027 hat dem Projekt „Villa Hohenhof“ in Hagen den 3. Stern verliehen. Das Projekt der kommunalen Ebene Unsere Gärten hat damit den Qualifizierungsprozess und auch die Umsetzung bereits abgeschlossen.
Karl Ernst Osthaus, Henry van de Velde, Leberecht Migge: Die Villa Hohenhof in Hagen ist untrennbar mit dem Wirken dreier Visionäre verbunden. Dieses Wirken soll auch in der Garten- und Parkanlage wieder erkennbar werden – durch eine Restaurierung nach historischem Vorbild, ergänzt durch die Entwicklung ökologischer Aspekte, die den Garten zukunftsfähig gestalten. Ein Ansinnen mit nachhaltigem Anspruch, gilt es doch, den anspruchsvollen Plänen der drei Reformer gerecht zu werden. Der Künstlerarchitekt van der Velde realisierte die Jugendstil-Villa zwischen 1906 und 1908 als Wohnsitz des Kunstmäzens Osthaus. Sein Architektengarten folgt dabei dem geometrischen Grundriss des Hauses und greift dort verwendete Gestaltungselemente und Materialien auf. Dabei will er grundsätzlich mehr sein als ein „dekorativer Rahmen“: Innerhalb der von van der Velde vorgegebenen Strukturen erschuf Migge ab 1913 einen „lebendigen Ort“ mit Rosen- und Gemüsegarten, Waldbereichen und Spielplatz mit Schaukel. Das Ergebnis: ein Gesamtkunstwerk von internationalem Renommee, das sich künftig zu einem dauerhaften Anziehungspunkt auch für die breite Öffentlichkeit entwickeln soll. Geplant sind neben Kulturveranstaltungen unter anderem ein digitales Leitsystem sowie die inklusive und interkulturelle Vermittlung gartenreformerischer Ideen, verbunden mit einer Anpassung der Grünflächen an die Herausforderungen des Klimawandels.
