Zu den ersten vier Projekten, die Förderzusagen erhalten haben und bis zum Ausstellungsjahr 2027 umgesetzt werden können, gehört auch das Projekt „Ruhrfenster Mühlengraben“ in Witten. Für diesen erfolgreichen Abschluss des Qualifizierungsprozesses erhielt das Projekt im rahmen eines Regionalen Forums den 3. Stern verliehen.
Der Fluss liegt quasi „vor der Haustür“, dennoch ist die Ruhr bislang nur an wenigen Stellen im Stadtgebiet für die Bevölkerung unmittelbar erreichbar. Ein attraktiver, wassergeprägter Naherholungsraum bleibt den Menschen vor Ort somit größtenteils verschlossen. Eine neue Verbindung zwischen Stadt und Fluss soll dies ändern: Im Bereich der nördlichen Mühlengrabenmündung, einem Nebenarm der Ruhr, verfügt die Stadt Witten über ein Grundstück unmittelbar am Ufer, das an den bestehenden Fuß- und Radweg des Ruhrdeichs (B226) angrenzt. Zudem verläuft der RuhrtalRadweg in der Nähe. Hier sollen im Uferbereich – im Einklang mit Natur- und Wasserschutz – eine Aussichtsterrasse und eine Freitreppe entstehen und einen niedrigschwelligen, inklusiv gestalteten Erholungsraum schaffen. Wegeverbindungen zur Innenstadt sorgen für gute Erreichbarkeit, mit Positiveffekten auch für die Wittener City, die für Ausflügler im Muttental deutlich leichter zu erreichen ist als bislang. Die Terrasse wiederum macht mit Blick auf eine große Auenfläche, die umfassend renaturiert wird, unmittelbare Naturerfahrungen möglich. Ein Teil der angrenzenden Grünfläche kann zudem als Liegewiese genutzt werden. Eingebettet in das interkommunale Vorhaben Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal stärkt das Projekt die Wohn- und Lebensqualität in den umliegenden Quartieren und setzt darüber hinaus auch neue touristische Akzente.
