Gelsenkirchen. Nach vier Monaten schließt die Pop-up IGA in der Gelsenkirchener Innenstadt ihre Türen. Bevor das mobile Teehaus an anderer Stelle eröffnet, wurde auf Einladung der IGA 2027 noch einmal ausgiebig gefeiert. Besucher*innen, Projektpartner*innen und Unterstützer*innen blickten auf zahlreiche Begegnungen, Veranstaltungen und gemeinsame Erlebnisse zurück.
Seit ihrer Eröffnung im Februar war die Pop-up IGA ein offener Treffpunkt mitten in der Fußgängerzone. Dreimal pro Woche öffnete das Teehaus seine Türen, hinzu kamen zahlreiche Veranstaltungen außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Über 20 Formate aus den Bereichen Kultur, Nachhaltigkeit, Bildung und Stadtentwicklung machten die Pop-up IGA zu einem lebendigen Ort.
Ausstellungen, Konzerte, Vorträge
Zu den Höhepunkten der Pop up IGA gehörten Ausstellungen des Weltacker e.V., des Naturgarten e.V., der Fairen Metropole Ruhr sowie des Architekten Björn Wollersheim gemeinsam mit dem Büro SSP Architekten. Lokale Künstler*innen des Labels 99 Rockets Records sorgten mit Konzerten für besondere Abende. Kita-Kinder erfuhren bei Vorträgen von Sybille Hellier Spannendes über Regenwürmer, während Workshops und Vorträge neue Perspektiven auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Klimaschutz eröffneten.
dabei: Der Gelsenkirchener IGA-Tee. Rund 6.000 Tassen wurden davon ausgeschenkt. In einem Workshop war die Mischung aus geeigneten Kräutern entstanden, die Grundschulkinder bei einer „Grün-Recherche“ in der eigenen Nachbarschaft kartiert hatten. Gemeinsam wurde dann gemischt und probiert und so ein sinnliches Symbol für die vegetative Stärke und Vielfalt in der Stadt geschaffen.
Spontane Besuche und Stammgäste
Die zentrale Lage in der Fußgängerzone machte es möglich: Viele Passant*innen kamen spontan aus Neugier herein und blieben auf eine Tasse Tee. Daraus entstand auch eine kleine Gemeinschaft von Stammgästen, die das Teehaus regelmäßig als Treffpunkt nutzten. „Die Pop-up IGA hat gezeigt, wie einfach Begegnung entstehen kann, wenn man Menschen einen offenen und einladenden Raum bietet. Besonders schön war zu erleben, wie aus spontanen Besuchen Gespräche, aus Gesprächen Ideen und aus Ideen gemeinsame Projekte wurden. Genau diese Atmosphäre möchten wir mit der IGA 2027 schaffen“, sagt Friederike Faas, Abteilungsleiterin der IGA-Ebene MEIN GARTEN.
Architekt und Ausstellungsmacher Björn Wollersheim blickte bei der Abschlussveranstaltung ebenfalls auf seine Erfahrungen in der Pop-up IGA zurück. Gemeinsam mit SSP Architekten hatte er eine Ausstellung zu Klimaresilienz und Biodiversität entwickelt, die durch Fachvorträge zu Wildbienen sowie den Zusammenhängen von Klima, Artenvielfalt und Gesundheit ergänzt wurde. Die Resonanz der Besucher*innen sei durchweg positiv und sehr anregend gewesen.
„Wer das Teehaus besucht hat, konnte erleben, worum es bei der IGA 2027 geht: um Gemeinschaft, Zukunftsideen und die Frage, wie wir unsere Städte lebenswerter gestalten können“, betonte Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet. „Die Pop-up IGA hat Menschen zusammengebracht, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Die Offenheit der Menschen, die Unterstützung unserer Partner und das Engagement vieler Beteiligter haben diesen Ort zu etwas Besonderem gemacht. Diese Erfahrungen nehmen wir mit auf dem Weg zur IGA 2027 und zum nächsten Standort der Pop up IGA in Dortmund.“
POP up IGA ab Juli in Dortmund zu Gast
Die Pop-up IGA ist Teil der Vorbereitungen auf die Internationale Gartenausstellung 2027. Als temporäre Teehäuser schaffen die Pop-up Standorte bereits heute Orte für Begegnung, Kultur, Bildung und Beteiligung und machen die Vision der IGA 2027 erlebbar. Nach Duisburg und Gelsenkirchen wird die Pop-up IGA ab Juli auch für einige Monate in Dortmund Station machen.
IGA 2027
Unter dem Motto: „Wie wollen wir morgen leben?“ präsentiert die Internationale Gartenausstellung 2027 auf internationaler Bühne und in drei Ebenen innovative Lösungsideen für Zukunftsfragen der Grünen Infrastruktur und der Stadtentwicklung in Metropolregionen. Die Ebene der „Zukunftsgärten“ bietet daneben auch die Kulisse für die Präsentationen des Garten- und Landschaftsbaus und der Pflanzenproduktion sowie für ein vielfältiges Veranstaltungsangebot. Die Kommunen zeigen auf der Ebene „Unsere Gärten“ die grünen Schätze der Region. Die Ebene „Mein Garten“ gibt den Bürgerinnen und Bürgern Raum sich zu beteiligen mit privaten Initiativen und Kooperationen.


