Hybride Kreativität gefragt
Entstehung eines kollektiven Gartens
flowAR ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von mehreren Partnern. Sie arbeiten zusammen, um neue digitale Kunst für alle Menschen möglich zu machen. Das Ziel von flowAR ist einfach erklärt: Menschen sollen gemeinsam Kunst machen können – auch wenn sie keine Erfahrung haben. Mit digitalen Werkzeugen können alle Besuchende etwas gestalten, ihre Ideen einbringen und den größten virtuellen Garten der Welt mitbauen. flowAR verbindet Natur und Technik. Und es zeigt: Jeder Mensch kann kreativ sein.
Ein Besuch im größten virtuellen Garten der Welt...
...eine Vision.
Hybride Begegnung im
Zukunftsgarten der IGA 2027
Wenn Paul an diesem Morgen den Zukunftsgarten der Internationalen Gartenausstellung in 2027 betritt, weht ein leichter Wind durch die jungen Bäume und irgendwo mischt sich das Zwitschern echter Vögel mit einem digitalen Klang, der kaum merklich in der Luft schwebt. Es klingt, als würde die Landschaft flüstern. Paul ist eigentlich nur hier, weil er in einer Zeitungsnotiz gelesen hat, dass in diesem Zukunftsgarten eine „flowAR-Station“ eröffnet wurde – ein Ort, an dem Besuchende digitale Kunstwerke in einen unsichtbaren Garten einpflanzen können. Virtuell, aber vor Ort. Echt – und doch nicht.
Der erste Moment: Eine unsichtbare Welt öffnet sich
Er bleibt vor einer schlanken Stele stehen, einem hell leuchtenden Rahmen aus Metall und Holz. „flowAR – gestalte den größten AR-Garten der Welt“, steht dort. Ein Teammitglied erklärt ihm kurz das Konzept, dann nimmt er ein Tablet in die Hand. Schon beim ersten Blick durch die Kamera hebt sich die Realität um ihn herum wie ein zweiter Horizont: Über dem Rasen wachsen flirrende Linien, Pastellblüten schweben in der Luft, und am Rand des Sees dreht sich eine Spirale aus gläsernen Blättern.
Paul stockt der Atem. „Das hat jemand hier gemacht?“ „Ja“, sagt der junge Betreuer neben ihm. „Von Besuchenden wie dir. Alles Teil der gemeinsamen Installation.“ Er wird neugierig – und als der Betreuer ihn an die „Authoring-Station“ führt, ist es, als betrete er ein Atelier der Zukunft. Der Bildschirm zeigt Formen, Farben, Bewegungspfade. Alles intuitiv zu bedienen. Keine Vorkenntnisse, kein Vorwissen. Nur Lust auf Gestaltung.
Paul beginnt zu zeichnen – ein zartes Pflänzchen, das sich bei jedem Luftstoß bewegen soll. Er probiert Farben aus, lässt das Pflänzchen wachsen, schrumpfen, pulsieren. Neben ihm arbeitet ein älterer Mann an einer Art schwebender Metallblüte. Eine Jugendliche formt gerade einen digitalen Schwarm kleiner, funkelnder Punkte, der später wie eine Wolke über dem Wasser schwebt. „Man fühlt sich irgendwie… verbunden“, sagt Paul leise zu ihm, obwohl er ihn kaum kennt. Er lächelt. „Genau. Man schafft etwas – aber nicht für sich, sondern als Teil von etwas Größerem.“
So in etwa stellt sich die Projektgemeinschaft das Erlebnis von flow AR in einem der Zukunftsgärten und auf der IGA-Roadshow vor: Kollektive Kreativität und das Erblühen eines der größten virtuellen Gärten der Welt…
Kick-off von flowAR in Pop-Up-Bühne der IGA
Ende Juli 2025 ging es offiziell los mit dem flowAR-Projekt, und zwar im Pop-Up-Bühne der IGA in Duisburg. Bei dieser Auftaktveranstaltung konnten wir erstmalig unseren Projektträgern, dem Projekt selbst und unserem Team einen guten Eindruck vermitteln und die Roadmap präsentieren. Damit wurde flowAR offiziell gestartet und die Weichen für das Forschungsprojekt gestellt.
In einer inspirierenden Umgebung konnten wir erste Einblicke in unsere geplanten AR-Kunstinstallationen geben und mit den Teilnehmenden über Ziele, Konzepte und kreative Visionen für die IGA2027 diskutieren.
Weitere Workshops folgten u.a. beim federführenden Projektpartner, der Lehrstuhl für Digitale Transformation, Fakultät Wirtschaftswissenschaften an der TU Dortmund sowie bei der Digitalen Kultur im Dortmunder U.
flowAR verbindet Kunst, Digitalisierung und Gemeinschaft. Wir bringen Menschen zusammen – vor Ort auf der IGA2027 und digital – um gemeinsam neue, kreative Welten zu gestalten. Mit Augmented Reality entstehen Erlebnisse, die Vielfalt sichtbar machen, Beteiligung fördern und die eigene Umwelt mit neuen Augen erlebbar machen.
IGA 2027 im Ruhrgebiet – Der Erlebnisort für flowAR
Die IGA 2027 ist das Herzstück des flowAR-Projekts. Sie aktiviert die Community und stellt 2027 den zentralen Ort bereit, an dem die immersive AR-Kunstinstallation entsteht und für alle Besuchende erlebbar wird. Hier trifft Natur auf digitale Kunst und gemeinschaftliche Kreativität.
Über die IGA 2027 werden aber nicht nur die Kunstwerke im Zukunftsgarten präsentiert, sondern sie bringt die Leute zusammen, ermöglicht Zusammenarbeit und verbindet echte Natur mit digitalen Visionen. Im Vorfeld wird während der geplanten IGA-Roadshow auf Stadt- und Quartiersfesten Menschen die Möglichkeit gegeben, ihre kreativen Beiträge auf der Plattform einzubringen und gemeinsam etwas zu erschaffen.
Die Partner des Förderprojektes
TU Dortmund – Fachbereich Digitale Transformation | Projektleitung
Die TU Dortmund leitet das Projekt. Sie sorgt dafür, dass alles gut zusammenpasst: Forschung, Technik und kreative Ideen. Die Universität entwickelt das digitale Werkzeug weiter und untersucht, wie Menschen am besten gemeinsam kreativ arbeiten können. Sie hilft auch dabei, dass die Ergebnisse später von Museen, Städten oder anderen Projekten genutzt werden können.
AR-Technik für die Community
Northdocks GmbH aus Monheim am Rhein
Northdocks setzt das Augmented Reality-Tool technisch um. Das Team programmiert die Funktionen, sorgt für stabile Technik und hilft dabei, die Ideen der Teilnehmenden digital sichtbar zu machen. So werden die Aufgaben an die Community formuliert, damit virtuelle Pflanzen und ein Garten entstehen kann.
Geschichten erzählen
Digitale Kultur aus Dortmund
Die Digital Kultur aus dem Dortmunder U entwickelt die Story von flowAR.
Das Team sorgt dafür, dass alle kunstvollen Beiträge der Menschen in eine stimmige, schöne Geschichte eingebettet werden.
So wird der digitale Garten nicht nur bunt, sondern auch verständlich und berührend.
Universität Duisburg-Essen – Menschen und Communities verstehen
Die Universität Duisburg-Essen erforscht, wie Menschen im Projekt mitmachen:
Was motiviert sie? Wie entsteht gute Zusammenarbeit?
Sie hilft außerdem mit, das AR-Werkzeug zu entwickeln.
Ihr Ziel: digitale und echte Orte so verbinden, dass alle gut gemeinsam gestalten können.
Inhalte sichtbar machen
TNL GmbH aus Bielefeld
TNL wird die digitalen Kunstwerke spektakulär inszenieren. Vor allem bei Projektionen und technischen Visualisierungen sind sie Expert:innen.
Sie helfen dabei, dass die digitalen Beiträge vor Ort richtig erscheinen – so, dass Besucher:innen mitten in die AR-Welt eintauchen können. Lasst euch überraschen: 2027 werden wir den virtuellen Garten in einem der Zukunftsgärten präsentieren.


