„Die fünf Projekte stehen beispielhaft für das, was wir mit der regionalen Ebene der IGA erreichen wollen: Wir investieren nicht nur in ein Ausstellungsjahr, sondern in Orte, die den Menschen im Ruhrgebiet dauerhaft zugutekommen. Aus ehemaligen Industrieflächen, bestehenden Parks, Gewässerräumen und neuen Verbindungen entstehen Angebote für Freizeit und Erholung, für Natur und Artenvielfalt. Die dritten Sterne zeigen: Viele dieser Ideen sind inzwischen weit mehr als Planungen – sie werden Realität und machen die Transformation des Ruhrgebiets ganz konkret sichtbar“, betonte Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet.
Mit der Auszeichnung steigt die Zahl der Projekte mit drei Sternen auf insgesamt 23. Von den bislang 38 Projekten mit einem ersten Stern befinden sich damit bereits mehr als 65 Prozent in der Realisierung. Die Summe der Fördermittel von Land, Bund und EU für die UNSERE GÄRTEN-Projekte beläuft sich insgesamt auf rund 55 Millionen Euro, die Gesamtbausumme liegt bei etwa 120 Millionen Euro.
Damit wächst das Netz der qualifizierten IGA-Projekte im gesamten Ruhrgebiet weiter. Sie zeigen, dass die Internationale Gartenausstellung weit über ihre eintrittspflichtigen Zukunftsgärten hinausreicht. Parks und Grünanlagen, neue Wegeverbindungen, renaturierte Landschaftsräume und weitere Freiraumprojekte sollen 2027 gemeinsam zeigen, wie grüne Infrastruktur zur Lebensqualität und zur zukunftsfähigen Entwicklung der Region beitragen kann.
„Wir freuen uns sehr über den 3. Stern für unser Projekt. Mit dem Zechenpark gibt die Stadt Kamp-Lintfort ihre individuelle Antwort auf die Leitfrage der IGA 2027 ‚Wie wollen wir morgen leben?‘ Kamp-Lintfort ist auch sehr gern Gastgeber für dieses Regionale Forum: Es ist meine Überzeugung, dass die grüne Transformation des Ruhrgebiets und des Niederrheins nur mit der Zusammenarbeit eines starken interkommunalen Netzwerks funktionieren wird“ unterstrich Kamp-Lintforts Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Langscheidt.
Warm-up für die IGA 2027
Noch gut sieben Monate, dann beginnt die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet 2027. Wie weit die Vorbereitungen in der Region fortgeschritten sind und worauf sich Besucherinnen und Besucher ab April 2027 freuen können, stand im Mittelpunkt des vierten Regionalen Forums der IGA 2027 Ruhrgebiet. Unter dem Motto „Warm-up & Vorschau 2027“ kamen dazu im Schirrhof in Kamp-Lintfort Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Verwaltung und von zahlreichen IGA-Projekten zusammen.
„Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem aus vielen Jahren der Planung sichtbare Realität wird“, sagte Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet. „In den Zukunftsgärten wird gebaut und gepflanzt, das Veranstaltungs- und Bildungsprogramm füllt sich und überall im Ruhrgebiet werden Projekte für 2027 fertiggestellt. Nimmt man all das zusammen, wird deutlich, welche Vielfalt die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr erwartet. Diese Vorfreude tragen wir in die Region.“
Mehr als 100 Standorte machen die regionale IGA 2027 sichtbar
Wie groß die regionale Dimension der Gartenschau inzwischen ist, zeigt das Update zur Ebene „UNSERE GÄRTEN“. Mehr als 100 Standorte beteiligen sich hier. Zu den Angeboten gehören neben den investiven Projekten auch 30 Zukunftsprojekte sowie 67 Parks und Gärten, die in drei Routen miteinander verbunden werden.
Während der IGA 2027 werden diese Projekte nicht nur an ihren jeweiligen Standorten sichtbar sein. In den Zukunftsgärten entstehen eigene Ausstellungen, die die grüne Transformation des Ruhrgebiets aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen. Die investiven kommunalen Projekte sollen im Zukunftsgarten Dortmund präsentiert werden. Die 30 Zukunftsprojekte zeigen in Duisburg, wie sich die Region auf Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahrzehnte vorbereitet. Drei Routen wiederum laden dazu ein, die Vielfalt der Park- und Gartenlandschaft des Ruhrgebiets zu entdecken.
Eine wichtige Verbindung zwischen den Standorten schafft der IGA-Radweg. Auf rund 100 Kilometern verbindet er von Duisburg bis Lünen fünf Zukunftsgärten und führt durch zehn Städte und Kommunen. Dabei werden weitgehend etablierte Qualitätsrouten wie Emscher-Weg, RuhrtalRadweg, Rheinische Bahn und Nordsternweg genutzt und mit neuer oder modernisierter Infrastruktur verknüpft.
Eine IGA, die die ganze Region zusammenbringt
Wie stark der regionale Gedanke auch das Veranstaltungsprogramm prägt, zeigt das „IGA-Picknick“. Am 20. Juni 2027 sollen sich 100.000 Menschen an mehr als 50 Standorten im Ruhrgebiet gleichzeitig zum Picknick treffen. Geplant ist ein offizieller Weltrekordversuch unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Mit dem Regionalen Forum wurde damit zugleich deutlich, wie die verschiedenen Ebenen der IGA zunehmend zu einem gemeinsamen Angebot zusammenwachsen: die großen Zukunftsgärten, mehr als 100 regionale Standorte, neue Rad- und Erlebnisrouten sowie Kultur-, Bildungs- und Veranstaltungsangebote. Aus vielen einzelnen Projekten entsteht so eine Gartenausstellung, die 2027 das gesamte Ruhrgebiet zur Bühne macht.
Das Regionale Forum diente zugleich dem Austausch der zahlreichen Akteurinnen und Akteure, die die dezentrale Gartenschau gemeinsam vorbereiten. Mit dem Schirrhof und dem angrenzenden Zechenpark bot Kamp-Lintfort einen passenden Rahmen für den Blick auf das kommende Gartenschaujahr. Das Gelände war 2020 Teil der Landesgartenschau Kamp-Lintfort und zeigt beispielhaft, welche langfristigen Impulse Gartenschauen für die Entwicklung von Freiräumen und ehemaligen Industriearealen geben können.






