Zur IGA 2027 entsteht im Zukunftsgarten Duisburg ein Skulpturenpark mit Arbeiten international renommierter Künstlerinnen und Künstler. Am 19. Juni haben die IGA 2027 Ruhrgebiet und die Stadt Duisburg erstmals die Pläne für das Kunstprogramm der Internationalen Gartenausstellung im kommenden Jahr vorgestellt.
Mitten im Herzen des Ruhrgebiets soll ein außergewöhnlicher Ort entstehen, an dem Kunst, Natur und Industriekultur aufeinandertreffen. Besucherinnen und Besucher können sich auf beeindruckende Skulpturen, großformatige Kunstwerke und besondere Installationen freuen, die den Wandel der Region sichtbar machen.
Für die Entwicklung des Konzepts zeichnet der renommierte Düsseldorfer Kurator Dirk Geuer verantwortlich. Bereits heute stehen erste namhafte Künstler fest – darunter der US-amerikanische Künstler Julian Schnabel, der französische Bildhauer Bernar Venet, der deutsche ZERO-Künstler Heinz Mack und der international bekannte Künstler Stefan Szczesny.
Ausgehend vom Leitmotiv der IGA 2027 „Wie wollen wir morgen leben?“ versammelt der Internationale Skulpturengarten künstlerische Positionen von weltweiter Bedeutung. Die Arbeiten setzen sich auf unterschiedliche Weise mit zentralen Fragen unserer Zeit auseinander: dem Verhältnis von Mensch und Natur, von Technologie und Verantwortung, von Erinnerung, Veränderung und Zukunft.
Die Kunstwerke laden dazu ein, vertraute Perspektiven zu hinterfragen und neue Sichtweisen auf die gemeinsame Zukunft zu entwickeln.
Kunst, Natur und Industriekultur im Zukunftsgarten Duisburg
Der Skulpturenpark macht den Zukunftsgarten Duisburg zu einem Ort, an dem Kunst, Natur und Ruhrgebietsidentität zusammenfinden. Er steht für die Kreativität des Wandels, für Begegnung, Perspektivwechsel und kulturelle Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus.
Mit dem Kunstprogramm im Zukunftsgarten Duisburg wird der Wandel des Ruhrgebiets sichtbar und erlebbar. Internationale Kunst trifft hier auf industrielle Geschichte und auf die großen Zukunftsfragen unserer Zeit. So entstehen besondere Erlebnisse für die Gäste der IGA 2027 und zugleich ein starkes Zeichen für die kulturelle Bedeutung des Ruhrgebiets.
Ruhrgebiet im internationalen Dialog
Der Internationale Skulpturengarten macht den weltoffenen Charakter des Ruhrgebiets sichtbar. Die Region ist stark durch Vielfalt, internationale Lebenswelten und kulturellen Austausch geprägt. Mit dem Kunstprogramm wird Duisburg in einen globalen kulturellen Dialog eingebunden. Der Skulpturengarten zeigt das Ruhrgebiet als internationale, kreative und zukunftsorientierte Region. Er verbindet lokale Identität mit weltweiter künstlerischer Strahlkraft und schafft damit einen Ort, der weit über den Ausstellungszeitraum hinaus wirken soll.
Stefan Szczesny bringt #Art4GlobalGoals zur IGA 2027
Der deutsche Künstler Stefan Szczesny erweitert den Internationalen Skulpturengarten um eine globale Perspektive. Mit der internationalen Kulturkampagne „Sailing #Art4GlobalGoals“ kommt eines der weltweit sichtbaren Kunstprojekte zur Unterstützung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zur IGA 2027.
#Art4GlobalGoals ist ein Projekt der YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not, in offiziellen Beziehungen zur UNESCO. Initiiert wurde es von Kurator Dirk Geuer und der UNESCO-Sonderbotschafterin Dr. h.c. Ute-Henriette Ohoven.
Stefan Szczesny wurde ausgewählt, die Sustainable Development Goals, kurz SDGs, in die Sprache der Kunst zu übersetzen. Seine Werke stehen für eine freudige, lebensbejahende Bildsprache. Komplexe globale Herausforderungen werden in kraftvolle, positive und hoffnungsvolle Bildwelten übertragen. Die Kulturkampagne „Sailing #Art4GlobalGoals“ wurde bereits an bedeutenden internationalen Orten wie dem UNESCO-Headquarter in Paris präsentiert. Im Rahmen der IGA 2027 entsteht damit eine zusätzliche kulturelle Ebene, die den Dialog zwischen Kunst, Nachhaltigkeit und globaler Verantwortung erweitert.
Heinz Mack, Bernar Venet und Julian Schnabel im Zukunftsgarten der IGA in Duisburg
Auch die weiteren bisher bestätigten Künstler bringen unterschiedliche Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft nach Duisburg.
Heinz Mack, Mitbegründer der ZERO-Bewegung, steht mit seinen Arbeiten für Licht, Energie, Raumerlebnis und die Verbindung von Kunst und Naturkräften. Seine Werke öffnen den Blick auf das Immaterielle und zeigen, dass Zukunft auch von Vorstellungskraft und visionärem Denken lebt.
Bernar Venet greift mit seinen monumentalen Skulpturen jene industrielle Materialität auf, die das Ruhrgebiet über Generationen geprägt hat: Kohle und Stahl. Seine Arbeiten verwandeln das Material der Industrie in universelle Zeichen von Bewegung, Dynamik und Veränderung. Damit werden sie zu einem Sinnbild für den fortwährenden Wandel von Gesellschaft und Landschaft.
Der amerikanische Künstler Julian Schnabel überschreitet seit Jahrzehnten die Grenzen zwischen Malerei, Skulptur und Architektur. Seine Werke stehen für die kreative Kraft des Individuums und für die Fähigkeit der Kunst, neue Sichtweisen auf die Welt zu eröffnen. Mit seiner monumentalen Skulptur „Ahab“ entsteht zudem ein besonderer Bezug zum Ausstellungsort und seiner Geschichte. Die Hintergründe dazu sollen zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden.
Ein Skulpturengarten mit internationaler Strahlkraft
Weitere internationale Künstlerinnen und Künstler werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben. Die Auswahl folgt dem Anspruch, herausragende künstlerische Qualität mit einer starken inhaltlichen Verbindung zu den Themen Transformation, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Wandel und kultureller Dialog zu vereinen.
In ihrer Gesamtheit bilden die Werke kein einheitliches Kunstprogramm, sondern ein bewusst vielstimmiges Ensemble. Unterschiedliche Generationen, kulturelle Hintergründe und künstlerische Ausdrucksformen treten miteinander in Dialog. Der Internationale Skulpturengarten versteht Vielfalt als Voraussetzung für Innovation und als Spiegel einer offenen Gesellschaft.
So entsteht im Rahmen der IGA 2027 im Zukunftsgarten Duisburg ein Kunstort von internationaler Strahlkraft, der weit über die Dauer der Gartenausstellung hinaus Bestand haben soll. Der Skulpturengarten wird zu einem sichtbaren Zeichen dafür, wie Kunst gesellschaftliche Entwicklungen begleiten, inspirieren und neue Perspektiven auf die Frage eröffnen kann, wie wir morgen leben wollen.
Die Konzepte für die Kunstprogramme in den Zukunftsgärten Dortmund, Gelsenkirchen, Lünen und im Emscherland befinden sich derzeit auf der Zielgeraden und werden zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich vorgestellt.


