Gelsenkirchen. Noch 238 Tage, dann öffnet die Internationale Gartenausstellung 2027 Ruhrgebiet am 23. April 2027 ihre Tore. An allen Standorten der IGA-Zukunftsgärten nimmt das Großereignis zunehmend Gestalt an. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich heute im Zukunftsgarten Gelsenkirchen über den Stand der Arbeiten und die regionale Dimension des Projekts informiert.
Begleitet wurde der Ministerpräsident von Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze, Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr, und Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet. Der RVR ist Hauptgesellschafter der IGA 2027 Ruhrgebiet.
„Ein echtes Zukunftsprojekt mit besonderer Strahlkraft“
Ministerpräsident Wüst: „Der Nordsternpark steht beispielhaft für den Wandel des Ruhrgebiets: Aus industrieller Vergangenheit entsteht neue Lebensqualität. Wo früher Kohle gefördert und gelagert wurde, entsteht heute neuer Raum für Natur, Begegnung und Erholung. Die Internationale Gartenausstellung 2027 ist dabei ein echtes Zukunftsprojekt mit besonderer Strahlkraft. Sie ist die erste Internationale Gartenausstellung in Nordrhein-Westfalen. Erstmals wird eine IGA nicht von einer einzelnen Stadt, sondern von einer ganzen Region getragen. Mehrere Städte bündeln ihre Kräfte und zeigen gemeinsam, wie nachhaltige Stadtentwicklung, Klimaanpassung und neue Lebensqualität gelingen können. Dass ausgerechnet ein ehemaliger Kohlenbunker zur grünen Landmarke wird, ist dabei ein starkes Bild für das Ruhrgebiet: Diese Region bewahrt, was sie geprägt hat, und entwickelt daraus immer wieder neue Zukunft.“
Zukunftsgarten verbindet Landschaft, Freiräume und Industriekultur
Der Zukunftsgarten Gelsenkirchen zeigt beispielhaft, wie die IGA 2027 vorhandene Landschaftsräume, neue Freiräume und die industrielle Geschichte des Ruhrgebiets miteinander verbindet. Mit einer neu errichteten Brücke im Park, der landschaftlichen Gestaltung des Areals und dem umfassenden Umbau des ehemaligen Kohlenbunkers werden zentrale Elemente dieser Entwicklung bereits konkret. Der Blick auf den Rhein-Herne-Kanal verdeutlicht zugleich, wie eng der Standort mit seinem städtischen und regionalen Umfeld verknüpft ist.
Die für die IGA entstehenden Strukturen sind nicht allein auf das Ausstellungsjahr ausgerichtet. Neue Wege, Aufenthaltsorte und Grünräume sollen das Gelände langfristig öffnen und einen dauerhaften Mehrwert für Gelsenkirchen schaffen.
Vom Kohlenbunker zum Greentower
Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze: „Schon die Bundesgartenschau hat uns in Gelsenkirchen 1997 einen schönen Park als Musterbeispiel des Strukturwandels hinterlassen. Nun, 30 Jahre später, gehen wir für die IGA 2027 einen deutlichen Schritt weiter. Am Beispiel des ehemaligen Kohlenbunkers als Leuchtturmprojekt des Gelsenkirchener Zukunftsgartens beantworten wir die Frage, wie wir morgen leben wollen. Im künftigen Greentower machen wir den Besucherinnen und Besuchern erlebbar, wie eine nachhaltige Zukunft aussehen kann.“
Zukunftsgärten verbinden das Ruhrgebiet
Der Zukunftsgarten Gelsenkirchen ist Teil des dezentralen Konzepts der IGA 2027. An weiteren Standorten im Ruhrgebiet (Dortmund, Duisburg, Lünen, Emscherland) entstehen Zukunftsgärten, die jeweils eigene landschaftliche, städtebauliche und gesellschaftliche Schwerpunkte setzen. Gemeinsam bilden sie das Fundament eines Großereignisses, das die Region über Stadtgrenzen hinweg verbindet.
„Ein starkes Signal für das neue Ruhrgebiet“
RVR-Regionaldirektor Garrelt Duin: „Die IGA 2027 ist ein starkes Signal für das neue Ruhrgebiet. Sie ist ein gemeinsames Zukunftsprojekt und zeigt, was diese Region leisten kann, wenn sie ihre Kräfte bündelt. Wir bieten 2027 ein städteübergreifendes Erlebnis für die Menschen im Ruhrgebiet sowie nationale und internationale Gäste. Zugleich setzen wir Impulse, die weit über das nächste Jahr hinauswirken und die Region nachhaltig verändern. Ministerpräsident Hendrik Wüst konnte sich heute selbst ein Bild davon machen, wie unsere Gartenausstellung mehr und mehr zu einem Großereignis heranwächst. Wir würden uns freuen, ihn am 23. April 2027 wieder hier zu begrüßen – zur Eröffnung der IGA im Ruhrgebiet.“
Fortschritt wird vor Ort sichtbar
Für die Projektverantwortlichen bot der Besuch die Gelegenheit, dem Ministerpräsidenten die Dimension des Vorhabens unmittelbar vor Ort zu vermitteln. Vom Dach des für die IGA umgebauten Kohlenbunkers wird sichtbar, wie der Zukunftsgarten in Gelsenkirchen, den Emscher-Landschaftsraum und das weitere Ruhrgebiet eingebettet ist.
„Die Dimension und Vielfalt dieses Projekts lassen sich auf Plänen nur bedingt vermitteln. Erst vor Ort wird deutlich, wie Landschaftsgestaltung, Industriekultur und neue Freiräume ineinandergreifen. Die gärtnerischen Ausstellungen sowie die engagierte Beteiligung zahlreicher Verbände und Institutionen werden das Gelände mit Leben füllen und die IGA 2027 mit rund 6.000 Veranstaltungen zu einem attraktiven Reiseziel für Menschen aus der Region, aus Deutschland und darüber hinaus machen. Zugleich entsteht hier weit mehr als ein Ausstellungsort für das Jahr 2027: Das Projekt setzt nachhaltige Impulse für die Entwicklung des Ruhrgebiets. Dass wir Ministerpräsident Hendrik Wüst diesen Fortschritt persönlich vorstellen durften, ist für das gesamte Projektteam eine wichtige Anerkennung“, sagt Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet.
IGA-Picknick bringt Menschen zusammen
Auch das IGA-Picknick 2027 war Thema des Besuchs. Mit einem IGA-Picknickkorb und einer Picknickdecke würdigten die Gastgeber symbolisch die Schirmherrschaft, die Hendrik Wüst für das Format übernommen hat. Das IGA-Picknick soll Menschen an den verschiedenen Standorten zusammenbringen und die regionale Idee der Gartenausstellung auf besondere Weise erlebbar machen.
Schritt für Schritt bis zur Eröffnung
Die IGA 2027 ist zugleich internationale Gartenausstellung, komplexes Bauvorhaben und langfristiges Stadt- und Regionalentwicklungsprojekt. Bis zur Eröffnung am 23. April 2027 werden die Zukunftsgärten und die weiteren IGA-Projekte im gesamten Ruhrgebiet Schritt für Schritt vollendet.


