Berger Anlagen
Ein Spaziergang zwischen Kultur und Landschaft
Die Stadt Gelsenkirchen hat eine ausgeprägt längliche Form in Nord-Süd Ausrichtung. Der Rhein-Herne-Kanal mit daran angesiedelten Industrie- und Gewerbegebieten bildet hierbei eine starke räumliche Zäsur durch seinen Verlauf in Ost-West Richtung, die Gelsenkirchen in eine Nord- und Südhälfte teilt. Diese Teilung ist auch historisch bedingt, da Gelsenkirchen erst bei der Gebietsreform in den1920ger Jahre mit Buer und Horst vereint wurde. Die Berger Anlagen liegen nördlich des Kanals im Buerschen Grüngürtel, der sich von Nord-Osten im Uhrzeigersinn um die Innenstadt von Buer zieht.
Im südwestlichen Anschluss an den Hauptfriedhof erwarb 1923 die Stadt Buer vom Reichsgrafen Westerholt- Gysenberg die barocke Schlossanlage Haus Berge mit den anliegenden Ländereien. Hier entstand nach Plänen und unter Leitung des damaligen Gartendirektors Gey zwischen 1926 und 1933 als Fortführung des Buerschen Grüngürtels die heute ca. 73 Hektar große Grünanlage um Schloss Berge.
Die wichtigsten Bereiche der ausgedehnten Anlage sind der Schlossgarten mit französischem Rokokogarten, der im Stil der Erstgestaltung um 1750 nachempfunden ist, und der Schlosspark mit einem englischen Landschaftsgarten. Weitere Bereiche sind der Staudengarten, der Märchengrund, der Dahliengarten sowie die Anlagen um den Berger See, der 1930 aufgestaut wurde.
Mit seiner großen Spielwiese, dem Kinderspielplatz und dem Bootsverleih ist der Bereich um den Berger See ein attraktiver Anziehungspunkt für Familien, Ausflügler und Erholungssuchende. Die gesamten Anlagen hatten und haben neben der Erholung die zusätzliche Funktion einer öffentlichen Bildungsstätte mit botanischen Bereichen wie Kräuter- und Heilpflanzengarten sowie Gehölzraritäten im englischen Landschaftsgarten.
1993 startete der Kunstverein Gelsenkirchen das Projekt „Kunst am Baum“, das seither sukzessive weiterentwickelt wurde. Als Standort für das Skulpturenprojekt wird der Bereich des Schlossparks Berge, westlich der Adenauerallee und nördlich des Sees von Schloss Berge genutzt. Dort vorhandene kranke, überalterte und verkehrsgefährdende Bäume, die ohnehin gefällt werden müssten, wurden zur künstlerischen Bearbeitung frei gegeben.
Seit über 50 Jahren findet in der Parkanlage das Sommerfest Schloss Berge mit einem Höhenfeuerwerk über dem Berger See statt.
Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmal(e)
- Barockes Wasserschloss
- Schlossgarten und Landschaftspark
- Berger See mit Bootsverleih
- Kinderspielplatz und Sommerfestival im Park
- Dahliengarten mit Pergolenhof
- Ehrenmal mit Terrassengarten
- Kunst am Baum
- Sportanlage Offene Tür
Eintritt
- kostenlos
Impressionen
Öffnungs- & Besuchszeiten
Die Berger Anlagen sind eine freizugängliche Parkanlage.
Erreichbarkeit
Bus: Haltestelle Schloss Berge, Linie 380
Straßenbahn: Berger See (u.a. Berger See / Ehrenmal), Linie 302 und Herman-Löns-Strasse (u.a. Dahliengarten), Linie 301
Parken: Schloss Berge
Barrierefreiheit
Teilbereiche der Berger Anlagen sind auf Grund der Steigungen oder Stufenanlagen nicht barrierefrei zugänglich. Um Schloss Berge und der Rundweg um den Berger See sind die Steigungen und Gefälle moderat oder flach.
Gastronomieangebot
Gastronomie ist vorhanden
Weitere Gastronomieangebote:
- Schloss Berge Hotel + Restaurant
- Schlössken - Biergarten im Schlosspark, am Fontänenteich
- Biergarten am See mit Bootsverleih (im Winter und an Regentagen geschlossen)
Sonstiges
- WC vorhanden (am Bootsverleih, an Öffnungszeiten gekoppelt)
- Bänke und Sitzgelegenheiten
- Hunde sind angeleint im Park erlaubt (kostenlos)
Es gibt mehrere Radwege durch die Parkanlage.
Lageplan
Anschrift
Berger Anlagen
Adenauerallee
45883 Gelsenkirchen
Deutschland
Daten
Entstehung:
- 1923 Erwerb der barocken Schlossanlage Haus Berge mit einem englischen Landschaftsgarten mit den anliegenden Ländereien durch die Stadt Buer.
Weiterentwicklung:
- 1926-1933 Realisierung der heute ca. 73 Hektar große Grünanlage um Schloß Berge nach Plänen und unter Leitung des damaligen Gartendirektors Gey als Fortführung des Buerschen Grüngürtels.
- Umgestaltungen von Teilbereichen in den den 1950ger Jahren wie der Dahliengarten und der Märchengrund.
- In den letzten Jahrzehnten fand in vielen Bereichen eine Vereinfachung der Bepflanzung statt.
Pläne für zukünftige Entwicklung:
- Die Berger Anlagen sind ein wichtiger Teil des Buerschen Grüngürtels und sollen auf Grund ihrer gartenhistorischen Denkmalwürdigkeit in die Liste des Europäischen Gartennetzwerk EGHN aufgenommen werden. Dafür benötigen die Parkanlage eine Aufarbeitung einiger Bereiche und eine behutsame klimaresiliente Anpassung der Pflanzungen unter Berücksichtigung seiner historischen Bedeutung.
Kontaktinformationen
Gelsendienste
Planung / Neubau
- Ebertstraße 30, 45879 Gelsenkirchen
- Zur Webseite
„Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben"
Das Projekt wurde gefördert von:







