Dimbeckpark
Natur trifft Bühne
Zusammen mit der Freilichtbühne bildet die Grünanlage an der Dimbeck ein Ensemble, das den Vorstellungen der frühen 30er Jahre entspricht. Die Grünfläche entstand auf dem Gelände eines alten Steinbruchs. Der Mülheimer Gartenbaudirektor Fritz Keßler verhinderte, dass die Stadt hier ihren Müll abkippte, und entwarf 1932 diese bedeutende Grünanlage. Die Gesamtanlage des Parks mit Freilichtbühne ist gekennzeichnet durch einen großen Abwechslungsreichtum. Die sanft modellierten Hügel im westlichen Teil bilden einen deutlichen Kontrast zu den schroffen Steilhängen im Umfeld der Freilichtbühne. Offene Rasenflächen vermitteln im westlichen Teil den Eindruck großzügiger Weite, bilden Übergänge und ermöglichen optische Verbindungen zwischen den unterschiedlich gestalteten Bereichen des Parks. Besucher können die Gesamtanlage daher von keiner Stelle aus vollständig überblicken, sondern werden mit Hilfe einer gezielten Wegeführung zu Aussichtsplätzen geleitet, die inszenierte Einblicke in Teilbereiche eröffnen. In die landschaftlich gestaltete Gesamtanlage wurden neben der Freilichtbühnenarchitektur auch Themengärten und mehrere Aussichtsplätze mit formaler, architektonischer Formensprache eingefügt. Der Dimbeckpark mit Freilichtbühne vereint als Volkspark unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen: erholsamer Aufenthalt, Bewegung und Spiel, Veranstaltungsbesuch.
Zu den Themengärten gehört der weitgehend unverändert erhalten gebliebene „Rosengarten mit Wassertreppen“ am westlichen Rand des Parks. Er wurde achsensymmetrisch gestaltet, wobei die Mittelachse von vier rechteckigen Wasserbecken betont wird. Zwei Pergolen bilden zusammen mit hohen immergrünen Gehölzen den nördlichen und den südlichen Abschluss des Gartens. Noch immer befindet sich östlich des Rosen- und Staudengartens eine große Wiesenfläche, die von Pflanzen umgeben ist. Bemerkenswert sind überdies zahlreiche erhaltene Bäume des historischen Bestandes. Erkennbar sind außerdem immer noch Reste von Felspartien und Mauern aus der Anfangszeit.
Der Dimbeckpark mit Freilichtbühne in Mülheim an der Ruhr verkörpert eine herausragende städtebauliche Leistung, mit dem Park wurde eine neue Verbindung für Fußgänger vom historischen Stadtkern zum Kahlenberg oberhalb des Ruhrtals geschaffen. Als Veranstaltungsort trägt der Park somit bedeutend zum kulturellen Leben der Stadt bei. Insofern sind mit dieser öffentlichen Grünanlage sowohl städtebauliche als auch kulturpolitische Ziele erreicht worden.
Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmal(e)
- Der Park mit der Freilichtbühne sind ein einzigartiges Ensemble.
- Die Bühne mit 3000 Plätzen und einer Felswand als Hintergrund ist ein besonderer Ort.
- Der innenstadtnahe Park bietet einen Erholungsraum innenstadtnah über der Altstadt und dem Ruhrufer.
- Der Rosengarten bildet ein historisches Kleinod.
Eintritt
- Der Park ist öffentlich kostenfrei zugänglich.
- Die Veranstaltungen in der Freilichtbühne meistens auch (es geht ein Hut rum), gelegentlich können Veranstaltungen in der Freilichtbühne kostenpflichtig sein, der Park bleibt immer zugänglich.
Impressionen
Öffnungs- & Besuchszeiten
Öffentlich, zu jedem Zeitpunkt zugänglich
Erreichbarkeit
Vom Hauptbahnhof 1,5 km zu Fuß ca. 20 Minuten
Straßenbahnlinie 112 bis Haltestelle St.-Marien-Hospital
Buslinie 151 bis Haltestelle Scharpenberg
Barrierefreiheit
Der obere Zuschauerbereich Freilichtbühne ist barrierefrei erreichbar, der Park nur entlang des Hauptweges, des Catho-Wenzel Weges.
Alle weiteren Bereiche sind nicht barrierefrei.
Gastronomieangebot
Gastronomie ist nicht vorhanden
Weitere Gastronomieangebote: Vom Parkausgang sind es nur 500 Meter in die Mülheimer Altstadt mit dem Restaurant „Mausefalle“ oder den „Kortum Stuben“.
Sonstiges
- WC vorhanden (Bei Veranstaltungen auf der Freilichtbühne sowie immer am Torhaus des Altstadtfriedhofs vorhanden)
- Bänke und Sitzgelegenheiten
- Hunde sind angeleint erlaubt
- Der Park kann auf dem asphaltieren Catho-Wenzel-Weg mit dem Rad befahren werden.
- Die Dimbeck bergauf sind es nur 600 Meter zum Hotel Thiesmann
Nur 1,2 km und 15 Minuten sind es zum Schiffsanleger der „Weißen Flotte“ am „Wasserbahnhof“
Lageplan
Anschrift
Dimbeckpark
Catho-Wenzel-Weg
45468 Mülheim an der Ruhr
Deutschland
Daten
Entstehung: 1933 bis 1936
Weiterentwicklung:
- In den 1950ern Einebnung des Senkgartens
- 1980 kommt auf die Wiese die „Trilogie Steine“ von Will Brands im Rahmen der Reihe „Die Elemente im Revier“
- 2008 wird der Park unter Denkmalschutz gestellt
- 2019 Entnahme der Plastik „Flora“ wg. Vandalismus
Pläne für zukünftige Entwicklung:
- Erhaltung und Pflege im Bestand, Anpassung an den Klimawandel, Stärkung der touristischen, kulturellen und freizeitorientierten Nutzung des Gesamtensembles
- Etablierung der Freilichtbühne und des Dimbeckparks als Außerschulischer Lernort
- Bau eines Lern- und Erlebnispfades zur Unterstützung des Themenspektrums – Stadtnatur, Geschichte, Geologie des Parks
- Ökologische Revitalisierung des Rosengartens und historische und archäologische Erschließung des Senkgartens.
Kontaktinformationen
Stadt Mülheim an der Ruhr
„Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben"
Das Projekt wurde gefördert von:















