Stadtgarten Gelsenkirchen

Wo jede Generation ihren Lieblingsplatz findet

45883 Gelsenkirchen, Zeppelinallee 51

Die Stadt Gelsenkirchen hat eine ausgeprägt längliche Form in Nord-Süd Ausrichtung. Der Rhein-Herne-Kanal mit daran angesiedelten Industrie- und Gewerbegebieten bildet hierbei eine starke räumliche Zäsur in Ost- West Richtung, die Gelsenkirchen in eine Nord- und Südhälfte teilt. Diese Teilung ist auch historisch bedingt, da Gelsenkirchen erst bei der Gebietsreform in den 1920ger Jahre mit Buer und Horst vereint wurde. Der Stadtgarten liegt südlich des Kanals, unmittelbar neben der Gelsenkirchener Innenstadt und etwas nördlich der Bahnlinie Duisburg-Dortmund.

Der Stadtgarten Gelsenkirchen wird gartenhistorisch als Bürgerpark eingeordnet. Nach den Grundsätzen des englischen Landschaftsparks wurden seit Ende des 18. Jahrhunderts Volksgärten konzeptionell entwickelt. Zweck von Volksgärten und Volksparks war es, der Bevölkerung in städtischen Bereichen Zugang zur Natur und Orte der Erholung zu bieten. Neben Wald-, bzw. Gehölz und Rasenflächen gehörten Teiche, Wasserspiele, Ruheplätze, Denkmäler, Grotten und Pavillons neben verschiedenen Themengärten zu den geplanten Formalismen, die sich hier alle wiederfinden.

1896 wurde der Stadtgarten als erste Anlage dieser Art in Gelsenkirchen auf der Fläche eines ehemaligen Bauernhofes errichtet und bis zum Ende des ersten Weltkrieges mehrfach erweitert. Eine Umgestaltung, die weitgehend der heutigen Form entspricht, erfolgte 1933, nach kriegsbedingten Schäden und geplanter, aber nicht gesichert dokumentierter Nutzung als Grabeland wurde der Stadtgarten ab 1949 wieder Instand gesetzt. Nach dem ersten städtischen Gartenbaudirektor ist der im Volksmund heute noch der so genannte Simonsberg benannt, da Ludwig Simon (1870–1933) in den 1920ger Jahren den dortigen „Kehrricht-Haufen“ begrünen ließ, wobei es sich eventuell um den Aushub für die Teiche, etc. handelt. Der 1963 gebaute neue Musikpavillon lädt seit 1990 alljährlich zum Musikfestival „SommerSound“ ein.

Der Stadtgarten hat einen erhaltenswerten alten Baumbestand und sehr weitläufige Rasenflächen. Für die kleinen Besucher gibt es mehrere Spielplätze. Der historische Rosengarten mit seiner duftenden Blütenpracht liegt im nördlichen Bereich, wie auch der Fontänenteich. Der Wassergarten mit seinem Wechselflor wurde in den späten 1950gern konzipiert und ist ein bemerkenswertes Kind seiner Zeit.

Die großzügige Parkanlage liegt direkt neben der Innenstadt und angrenzende dicht besiedelte Wohnquartiere. Dementsprechend ist der Nutzungsdruck sehr hoch, allerdings verhindert die Weitläufigkeit des Stadtgartens das Gefühl des Überlaufen seins. Der Stadtgarten ist eine klassische grüne Oase innerhalb einer Großstadt.

Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmal(e)

  • Fontänenteich und Rosengarten
  • Wassergarten
  • Japanischer Steingarten
  • Konzerte am historischen Musikpavillon
  • Mehrere Spielplätze

Eintritt

  • kostenlos

Impressionen

Der Stadtgarten ist eine freizugänglich Grünanlage.

Bus: Stadtgarten, Linie 382 

U-Bahn / Strassenbahn: Heinrich-König-Platz (ca. 450m), Linie 301, 302, 107 

Parken: Zeppelinallee

Die meisten Bereiche sind barrierefrei zugänglich. 

Steigungen und Gefälle sind moderat oder flach.

Gastronomie ist nicht vorhanden (nur Eventgastronomie)

  • Bänke und Sitzgelegenheiten
  • Hunde sind angeleint im Park erlaubt (kostenlos)
  • mehrere Radwege durch die Parkanlage
  • Plaza Hotel Gelsenkirchen (auf dem Standort der historischen Stadthalle im Stadtgarten)

     

Anschrift

Stadtgarten Gelsenkirchen

Zeppelinallee 51
45883 Gelsenkirchen
Deutschland

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