Stadtgarten Hagen
Im Zeichen von Gemeinschaft und Erholung
Der Stadtgarten geht auf eine Initiative von Hagener Bürger zurück. Zu Beginn des Jahre 1884 hatten sich diese zusammengefunden, um einen Plan „zur Errichtung eines für alle Volkskreise offenen Gartens“ zu beraten. Für diese Vorhaben wurde ein Gelände an der Nordwestseite des Goldbergs vorgeschlagen. Die zum Grunderwerb und zur Anlage des Parks notwendigen finanziellen Mittel wurden von wohlhabenden Bürgern der Stadt Hagen gespendet und im Mai des selben Jahres zur weiteren Finanzierung die „Aktiengesellschaft Hagener Stadtgarten“ gegründet. Dies hatte den Zweck „einen neutralen Vereinigungspunkt zu schaffen für alle Gesellschaftsklassen, für Reich und Arm, für Hoch und Niedrig, wo der Arbeiter sehe, dass für seine Erholung und Erfrischung in eben dem Maße gesorgt sei wie für diejenige anderer Leute“.
Im Rahmen eines Wettbewerbs hatte der unter dem Namen „Gebrüdern Siesmayer“ firmierenden Heinrich Siesmayer aus Frankfurt von der Jury den Zuschlag für die Planung des Stadtgartens erhalten. Vom Gartenkünstler Heinrich Siesmayer wurde u. a. auch die Kurparkanlagen in Bad Nauheim, Bad Homburg vor der Höhe und Wiesbaden, der Luisengarten in Mannheim sowie Palmengarten in Frankfurt am Main geplant.
Das geplante Parkareal war dem damaligen Zeitgeist entsprechend zum Spazieren gehen und für die ruhige Erholung gedacht. Das Wegesystem und die damit verbundene Gliederung der Flächen entwickelte sich aus geschwungenen oder kreisenden Bewegungen, die sich den Hang hinauf zogen. Diese Geländegestaltung entsprach seiner Zeit ganz den Vorstellungen vom Aussehen eines Stadtparks gemäß der Lenné-Meyerschen Schule. In den Jahren 1885 bis 1889 wurden weite Teile des Parks einschließlich einer Teichanlage mit Fontaine realisiert. Im weiteren Verlauf ein Spielplatz ergänzt und vergrößert und ein Musikpavillon für Freiluftkonzerte errichtet.
1900 beschloss der Rat der Stadt Hagen den Stadtgarten als Schenkung von der inzwischen verschuldeten Aktiengesellschaft zu übernehmen und verpflichtete sich gleichzeitig ein sog. Parkhaus für gesellschaftliche Anlässe zu errichten und den Stadtgarten als kostenlos zugängliche öffentliche Einrichtung zu führen. Im zweiten Weltkrieg wurde der Stadtgarten von Bomben getroffen und das Parkhaus zerstört. 1954 konnte ein großzügiger Neubau errichtet werden, der zwei Jahre später feierlich eingeweiht wurde. Die Parkanlage ist bis heute in seiner Grundstruktur im Wesentlichen erhalten geblieben.
Eintritt
- Öffentliche Parkanlage
Impressionen
Öffnungs- & Besuchszeiten
ganzjährig öffentlich zugänglich
Erreichbarkeit
ÖPNV: Haltestelle Allgemeines Krankenhaus, Linien 514, 543. E14, E22, NE4
Pkw: Parkplatz Stadtgartenallee
Barrierefreiheit
Zum Teil barrierefrei, topografisch bewegtes Gelände mit Steigungen über 6%
Gastronomieangebot
Gastronomie ist nicht vorhanden
Weiteres Gastronomieangebot:
- Kaisergarten: chinesisch-mongolisches Restaurant; Stadtgartenallee 1, 58095 Hagen
- kaisergarten-hagen.de
Sonstiges
- WC nicht vorhanden
- Bänke und Sitzgelegenheiten
- Hunde sind angeleint im Park erlaubt (kostenlos)
- Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
- z. Z keine Lademöglichkeiten
- Schließanlagen oder Reparaturmöglichkeiten vorhanden
Lageplan
Anschrift
Stadtgarten Hagen
Stadtgartenallee
58095 Hagen
Deutschland
Daten
Entstehung:
- 1885 bis 1889
Weiterentwicklung:
- 1907 bis 1909 Planung und Bau des sog. Parkhauses
- 1954 bis 1956 Neubau des Parkhauses nach Zerstörung im 2. Weltkrieg
Pläne für zukünftige Entwicklung:
- Sanierung der Teichanlage
- Weiterentwicklung der Vegetationsflächen und des Baumbestandes
Kontaktinformationen
Stadt Hagen - Stadt der FernUniversität
Freiraum- und Grünordnungsplanung
- Rathausstr. 11, 58095 Hagen
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„Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben"
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