Villa Hohenhof Hagen
Eine Ikone der Moderne
Die Villa Hohenhof ist von einem parkähnlichen Garten- und Waldgrundstück umgeben. Das Ensemble bildet den Abschluss eines Areals, das von Karl Ernst Osthaus am Anfang des 20. Jh. für die Entwicklung der „Gartenvorstadt Hohenhagen“ gedacht war. Das heutige Erscheinungsbild der Garten- und Parkanlage des Hohenhofes, der ab 1906 von der Familie Osthaus bewohnt wurde, ist das Ergebnis ihrer Rekonstruktion nach historischem Vorbild.
Auf der Grundlage einer gartendenkmalpflegerischen Entwicklungskonzeption von Weisser LandschaftsArchitekten aus Wuppertal, welche 2018 in Vorbereitung auf das Bauhausjahr 2019 entstand, wurde im Jahr 2021 eine Entwurfs- und Ausführungsplanung an L-A-E Landschaftsarchitekten Ehrig & Partner mbB aus Bielefeld zur Rekonstruktion der historischen Gartenanlage vergeben.
In ihrer wieder hergestellten Gestalt spiegelt die Anlage als Gesamtkunstwerk aus Gebäude und den umgebenden Garten das Wirken der drei Visionäre Karl Ernst Osthaus, Henry van de Velde und Leberecht Migge wider. Die ursprüngliche, freiraumplanerische Konstruktion der Außenanlage geht auf den strukturiert-architektonischen Entwurf des flämischen Künstlers und Gestalters van de Velde von 1907 zurück. Die Anlage des Gartens folgt dem geometrischen Grundriss des Hauses und greift dort verwendete Gestaltungselemente und Materialien auf. Haus, Garten und Siedlung sind durch rhythmisch versetzte Symmetrieachsen miteinander verbunden.
Die Pflanzplanung orientiert sich an den Vorgaben von Migge. Zugunsten der gärtnerischen Aufwertung legte der Gartenarchitekt ein Gestaltungskonzept für die Bepflanzung vor. Im Geiste der Reformbewegung definierte er voneinander abgegrenzte Nutzräume. Mittels einer üppigen Vegetation und des Einsatzes der Pflanzen nach jahreszeitlicher Blühfolge, nach Farbstimmungen oder auch raumbildenden Aspekten plante Migge von 1913 bis 1914 eine abwechslungsreiche Gartenanlage. Die heutige Verwendung von Pflanzen nimmt in weiten Teilen Rücksicht auf die Zielsetzungen des Förderprogramms.
Eintritt
- Hohenhof - Garten
- Der Besuch des Gartens ist kostenlos
- Hohenhof - Gebäude
- Erwachsene 3 Euro
- Familienkarte (Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr) 6 Euro, Kinder unter 6 Jahren frei
- Kinder, Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte mit Ausweis (mit dem Vermerk G und aG), Arbeitslose und Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger mit Ausweis 1,50 Euro
- Begleitperson einer schwerbehinderten Person (mit dem Vermerk G und aG) frei
- Gruppen ab 12 Personen à Person 2,50 Euro
- Schulklassen je Schülerin und Schüler 1 Euro
Impressionen
Öffnungs- & Besuchszeiten
Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr
Der Hohenhof ist am 24.12./25.12./31.12./1.1. sowie Oster- und Pfingstmontag geschlossen. Der Hohenhof ist auch an gesetzlichen Feiertagen geschlossen, wenn diese nicht auf einen Samstag oder Sonntag fallen.
Erreichbarkeit
ÖPNV: Haltestelle „Stirnband, Hagen“ Linien 527, 534, E2, E7, E30 www.vrr.de
Pkw: über A 45, Ausfahrt Hagen-Süd, Parkmöglichkeiten bestehen u.a. an der Haßleyer Straße
Barrierefreiheit
Zum Teil barrierefrei; Zugang zur Toilette (im Hohenhof) nicht barrierefrei
Gastronomieangebot
Gastronomie ist nicht vorhanden
Sonstiges
- WC im Gebäude vorhanden (nicht barrierefrei)
- Bänke und Sitzgelegenheiten
- Hunde sind angeleint erlaubt
- Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
Lageplan
Anschrift
Villa Hohenhof Hagen
Stirnband 10
58093 Hagen
Deutschland
Daten
Entstehung:
- 1907-14
Weiterentwicklung:
- 1927 Erwerb durch die Stadt Hagen
- 1933 – 1945 Gauverwalter-Schule der NSDAP und Lazarett
- 1946 – 1962 Frauenklinik Dr. Rumpf
- 1963 – 1976 Abteilung der Pädagogische Hochschule, Überbauung des Westgartens mit Pavillons
- 1971 Translozierung des Mausoleums des 1921 in Meran verstorbenen K.-E. Osthaus
- 1987 Abbruch der Pavillons der PH, ohne Wiederherstellung des Gartens
- 2005 Wiederherstellung der historischen Wegeachse im Westgarten
- 2017 - 2018 Neubepflanzung des Brunnenhofes
- 2020 - 2023 Wiederherstellung der historischen Gartenanlage auf der Grundlage einer gartendenkmalpflegerischen Entwicklungskonzeption
Kontaktinformationen
Stadt Hagen - Stadt der FernUniversität
und Osthaus Museum Hagen
„Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben"
Das Projekt wurde gefördert von:









