Zollverein Park
Wilde Natur, Kunst und Welterbe
Die Geschichte des Zollverein Parks beginnt in den 1990er Jahren. Nach Einstellung der Kohleförderung war der Raum um die Fördertürme und Koksöfen ein Niemandsland, in dem Pflanzen und Tiere im Verborgenen blieben, eine verbotene Zone im Stadtgefüge. Doch die Natur begann zu arbeiten: Flechten, Farne und Moose überzogen das Areal mit einem dichter werdenden grün-bunten Teppich. Lichte Birkenwälder, dunkle Gebüsche und spiegelnde Wasserflächen über schwarzem Substrat – ein faszinierender Ort entstand im Laufe der Jahre rund um die Absetzbecken der Zeche, gerahmt durch die Kulisse aus Schloten, Kühltürmen und Backsteinquadern. Mitten hinein platzierte Ulrich Rückriem das "Castell", ein Teil des heutigen Skulpturenwalds. Aus der vergessenen Landschaft wurde ein Ort der Kunst. Die verbotene Zone wurde vorsichtig geöffnet, das Niemandsland durfte betreten werden, es wurde zum Park. Erste Tierarten eroberten sich die Grünflächen rund um Zeche und Kokerei zurück.
Eine zweite Entwicklungsphase begann mit der Instandsetzung und dem Umbau der Zechengebäude des Schacht XII während der IBA Emscherpark. Die Außenanlagen wurden auf neue Nutzungen ausgerichtet, im nahen Umfeld der Gebäude entstanden Gehwege und Plätze.
Ab 2005 wurde der Zollverein Park auf Grundlagen der Masterpläne von Rem Koolhaas und Agence Ter sowie des Entwurfs der Planergruppe in vier großen Bauabschnitten umgesetzt. Dabei bleibt die Landschaftsarchitektur zurückhaltend. Sie arbeitet mit der vorhandenen Vegetation und Oberfläche. Heute ist der Zollverein Park nicht nur ein beliebter Ort bei den Gästen, sondern beeindruckt mit einer großen Artenvielfalt: Rund 550 Pflanzenarten, bedrohte Amphibien, Greifvögel und mehr als 40 verschiedene Wildbienenarten sind hier zuhause. Der Park zeichnet ein Landschaftsbild, das den industriellen Zusammenhang hervorhebt, die historischen Entwicklungen glaubwürdig einbezieht und einen vielschichtig interpretierbaren Raum für nachhaltige Entwicklung und zukünftige Nutzungen bietet.
Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmal(e)
- Industriepark zwischen stillgelegten Zechen- und Kokereigebäuden
Eintritt
- Kein Eintritt
Impressionen
Öffnungs- & Besuchszeiten
ganzjährig geöffnet
Erreichbarkeit
ÖPNV, mit PKW und Reisebus, Parkplätze vorhanden
Barrierefreiheit
Wege nahezu barrierefrei, Inklusion ist in Planung
Gastronomieangebot
Gastronomie ist vorhanden
Weitere Gastronomieangebote: 5 Gastronomen in unterschiedlichen Hallen
Sonstiges
- WC vorhanden
- Bänke und Sitzgelegenheiten
- Hunde sind angeleint im Park erlaubt
- Hundebeutelspender vorhanden
- Vom ADFC mit der Auszeichnung „Gold“ zum „Fahrradfreundlichen Arbeitgeber“ zertifiziert
- Fahrradweg führt durch und um den Park
- Möglichkeiten zum Laden von E-Bikes und Fahrradservicestationssäule mit Pumpe und Werkzeugen
- Diverse Abstell- und Abschließmöglichkeiten
- Metropolradruhr Fahrradverleih Station
- Hotels (Hotelfriends)
- verschiedene Formate von Naturführungen www.zollverein.de/besuch-planen/themenverzeichnis/natur-auf-zollverein/naturfuehrungen-auf-zollverein/
Lageplan
Anschrift
Zollverein Park
Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen
Deutschland
0201 246810
info@zollverein.de
Bullmannaue 11, 45327 Essen
Zur Webseite
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Daten
Entstehung:
- 2005 bis 2022
Weiterentwicklung mit Jahreszahl (Erweiterung(en), Neugestaltung(en)):
- fortlaufende weitere Entwicklung
Pläne für zukünftige Entwicklung:
- Einrichtung von Spielplätzen
Kontaktinformationen
Stiftung Zollverein
Standortentwicklung und -betrieb
- 0201 246810
- info@zollverein.de
- Bullmannaue 11, 45327 Essen
- Zur Webseite
„Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben"
Das Projekt wurde gefördert von:







