„Mit dem ALTMARKTgarten setzt Oberhausen ein starkes Zeichen für innovative Stadtentwicklung. Die Urkunde unterstreicht die besondere Bedeutung dieses Projekts auf dem Weg zur IGA 2027“, sagt Oberbürgermeister Thorsten Berg. „Das Projekt verbindet ökologische Verantwortung, technologische Innovation sowie regionale Versorgung und liefert wichtige Impulse für die Gestaltung lebenswerter Städte der Zukunft.“
Vorzeigeprojekt der urbanen Landwirtschaft
Der ALTMARKTgarten in Oberhausen gilt als Vorzeigeprojekt der urbanen Landwirtschaft. Das moderne Dachgewächshaus wurde 2019 auf dem Gebäude des Jobcenters am Altmarkt eröffnet und wird seitdem von den städtischen Betrieben Grundstücksverwaltungsgesellschaft Oberhausen (GVO) und Servicebetriebe Oberhausen (SBO) verwaltet. Auf rund 1.100 Quadratmetern werden dort mithilfe innovativer Technologien Kräuter, Salate und Erdbeeren angebaut. Das Konzept wurde unter anderem vom Fraunhofer UMSICHT im Rahmen des inFARMING®-Ansatzes entwickelt und dient als Reallabor für die Ernährung der Zukunft. Die gärtnerische Betreuung liegt beim Unternehmen Grüne Innovation GmbH, während ein 160 Quadratmeter großer Bereich für Forschungszwecke genutzt wird.
Zunkunftsprojekt ALTMARKTgarten: Mehrstufiges Auswahlverfahren
Die IGA Ruhrgebiet vom 23. April bis 17. Oktober 2027 wird das größte Gartenfestival Europas. Unter der Leitfrage „Wie wollen wir morgen leben“ wird sie Projekte und Initiativen initiieren, die über die Landschaft unsere Gesellschaft verändern und nachhaltige urbane Prozesse anstoßen. Sie zeigt Visionen, wie das Leben von morgen aussehen könnte. Im Rahmen des Präsentationsbausteins Zukunftsprojekte der Region werden besonders innovative Projekte auf dem Weg in die 2030er Jahre aus den Projektfeldern Städtebau/Architektur, Landschaftsentwicklung, Tourismus, Mobilität und Energie präsentiert. Diese Projekte mit starkem Zukunftscharakter zielen darauf ab, die Städte und Gemeinden sowie ihre angrenzenden Landschaftsräume nachhaltiger, lebenswerter und zukunftsfähiger zu gestalten.
Der ALTMARKTgarten wurde als eines von 30 Projekten aus 62 Einreichungen der 53 Ruhrgebietskommunen ausgewählt, die einen wichtigen Ausstellungsinhalt in den Zukunftsgärten der Internationalen Gartenausstellung in 2027 bilden werden.
„Das Projekt ALTMARKTgarten zeigt, dass die Nutzung verwaister Dachflächen und die Betrachtung der Stadt als Ressource zukunftsweisende Chancen bietet“, sagt Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH. „Darüber hinaus stellt es vor, wie lokaler nachhaltiger Gartenbau in Städten funktionieren kann und leistet damit auch einen Beitrag, Technologie, Forschung, Lebensmittelerzeugung und Konsumenten zusammenzubringen. Die Auswahlgremien haben das Projekt einstimmig zum Zukunftsprojekt für die IGA 2027 gewählt und wir freuen uns sehr, dass der Oberhausener ALTMARKTgarten den Besucherinnen und Besuchern der IGA 2027 ein Beispiel für das Innovationsvermögen des Ruhrgebiets sein wird.“
Tag der offenen Tür im ALTMARKTgarten am 9. Mai 2026
Anlässlich der IGA-Auszeichnung lädt der ALTMARKTgarten alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 9. Mai 2026, zum Tag der offenen Tür auf das Dach des Jobcenters Oberhausen, Marktstraße 31, ein. Von 11 bis 14 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, einen spannenden Einblick in die Welt des Urban Farming und der städtischen Lebensmittelproduktion zu erhalten sowie gegen eine Spende Gemüse-Jungpflanzen zu erwerben. Weitere Informationen gibt es hier: https://altmarktgarten-oberhausen.de/inhalte/tag-der-offenen-tuer-im-gewaechshaus/
