Kunst in den Zukunftsgärten
Zum Schauen, Lauschen und Entdecken.
Die IGA 2027 ist mehr als eine Gartenausstellung – sie ist eine Einladung zu Mut, gemeinsam neue Perspektiven zu entdecken unter dem Leitmotiv: Wie wollen wir morgen leben? Das Kunstprogramm verleiht dieser Vision eine kreative Stimme und schafft Orte, die berühren, inspirieren und Menschen miteinander verbinden. Ein breites Spektrum künstlerischer Impulse bietet ungewohnte Blickwinkel auf Landschaft, Gesellschaft und unser Zusammenleben.
Orte voller Kunst und Geschichten.
Jeder Zukunftsgarten lädt zu einer eigenen künstlerischen Entdeckungsreise ein. Gemeinsam entfalten sie ein Gesamtkunstprogramm, das Menschen, Landschaften und Ideen miteinander verknüpft. Internationale Skulpturen, feinfühlige Klangkunst im Dialog mit der Natur und Menschen, mutige Fotoarbeiten, multimediale Installationen bis hin zu ortsspezifischen Interventionen lokaler Künstler und Künstlerinnen schaffen außergewöhnliche Erlebnisräume. Globale Perspektiven und regionale Stimmen begegnen sich, erzählen die Geschichte des Ruhrgebiets weiter und eröffnen neue Perspektiven auf Gegenwart und Zukunft.
Kunst bildet einen zentralen Teil des Gesamterlebnisses der IGA 2027. Künstlerische Arbeiten setzen sich konkret mit den Orten, ihrer Geschichte und ihren jeweiligen Themen auseinander. Die drei Zukunftsgärten entwickeln dabei unterschiedliche künstlerische Profile – von Großskulpturen in Duisburg über regionale Positionen in Dortmund bis hin zu Klangkunst in Gelsenkirchen. So wird Kunst Teil des Ortes und der Gartengestaltung.
GELSENKIRCHEN
Laute Landschaften – Wie klingt eigentlich Kunst?
Und was kann Kunst im öffentlichen Raum im Ruhrgebiet und darüber hinaus bewegen? Diesen Fragen widmen sich die 21 RuhrKunstMuseen, eines der größten Museumsnetzwerke Europas für die IGA 2027. Im Zukunftsgarten Gelsenkirchen entsteht eine Open-Air-Ausstellung, die regionale und internationale Künstler*innen zusammenbringt und Kunst zum Klingen bringt. Skulpturen und Installationen sind hier nicht nur etwas für die Augen, sondern vor allem zu hören: Sie werden zu Stationen eines abwechslungsreichen Klangkunstparcours, der Natur, Wasser und Kunst miteinander verbindet. So entsteht ein atmosphärischer Erlebnisraum, in dem der Zukunftsgarten nicht nur Kulisse, sondern Teil des künstlerischen Erlebnisses wird. Namhafte Künstler*innen wie die portugiesisch-südafrikanische Angela Ferreira, Nevin Aladag, Denise Ritter, der Folkwang Professor Jan St. Werner und der nigerianische Künstler Emeka Ogboh.
Vom Kunsthaus NRW in Aachen-Kornelimünster kommen zwei künstlerische Beiträge. Die Installation der iranisch-britischen Künstlerin Fari Shams beschäftigt sich mit Gartenkunstgeschichte und Gartenkultur und greift dabei das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Garten auf und lädt zum Verweilen ein. Der Künstler Martin Pfeifle präsentiert eine begehbare Installation, die Raum und Bewegung auf besondere Weise miteinander verbindet.
Die aus den Reihen der RuhrKunstMuseen kuratierte Ausstellung im Zukunftsgarten Gelsenkirchen nutzt Klangkunst als künstlerisches Mittel. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler verwenden Gesang, (elektronische) Musikzitate, Alltagsgeräusche, Sprache und vor Ort aufgenommenen Klang, um eigenständige Kompositionen daraus zu entwickeln. Der Klangparcours wird auf dem gesamten Gelände erlebbar sein.
DUISBURG
Internationaler Skulpturengarten
Der Zukunftsgarten Duisburg wird zur Bühne für internationale Gegenwartskunst, kuratiert von Dirk Geuer. Renommierte Künstler wie Bernar Venet, Julian Schnabel, Stefan Szczesny und Heinz Mack, um nur einige zu nennen, greifen den Charakter des Rheinparks auf und eröffnen neue Perspektiven auf Landschaft, Industrie und Zukunft. Unter der IGA-Leitfrage: „Wie wollen wir morgen leben“ haben die Arbeiten eine starke inhaltliche Verbindung zu den Themen Transformation, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Wandel und kultureller Dialog. So verbinden sich die unterschiedlichen künstlerischen Beiträge zu einem stimmigen Ganzen. Weitere internationale Künstlerinnen und Künstler werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
Die lokale Kunstszene präsentiert sich
Die lokale Kunstszene Duisburgs, u.a. der Kunstverein Duisburg, der im Jahr 2027 sein 20-jähriges Bestehen feiert, setzt mit vielfältigen künstlerischen Interventionen von Fotografien bis hin zu einem Kunsterlebnispfad Akzente und lädt zum Entdecken ein.
DORTMUND
Kunst trifft Industriekultur
Das Dortmunder kuratorische Team um Sarah Hübscher, Linda Schroer und Steven Natusch versammelt unter dem Titel „spark – from work to progress“ regionale Künstler und Künstlerinnen, die in einen kreativen Dialog mit der Industriekultur im Zukunftsgarten Dortmund treten. Viele der insgesamt 16 Arbeiten werden eigens für die IGA 2027 entwickelt. Sie verteilen sich über die Kokerei Hansa sowie den Kokereipark und beziehen die Architektur und Industrienatur in die Ausstellung mit ein. Damit gibt es keinen klassischen Rundgang mit einer festgelegten Reihenfolge. Vielmehr sollen sich die Kunstwerke in den Ort einfügen und immer wieder neue Perspektiven eröffnen auf das Gelände, seiner Geschichte, seiner heutigen Natur und seinem Wandel.
„So unterschiedlich die gezeigte Kunst ist, so notwendig ist ihre Öffentlichkeit. Sie sensibilisiert uns für zentrale Herausforderungen der Gegenwart und betont gleichermaßen das liebenswerte Detail, dass uns innehalten lässt und zum genauen Erkunden einlädt. Die Region hat so ein großes Kunstpotenzial – die IGA ist ein toller Anlass diese in immer wieder neue Begegnungen und Kommunikationen einzubinden.“ sagt das Kurator*innen Team.
Sieben der Künstler*innen beziehungsweise Teams kommen aus Dortmund, weitere aus Münster, Düsseldorf, Köln, Essen und Herne. Das Spektrum reicht von Fotografie, Film und Sound über Skulptur und Malerei bis zu multidisziplinären Installationen.
Dem Thema NATUR & KUNST – WIE ZUKUNFT WÄCHST. nimmt sich der BBK (Bundesverband Bildender Künstler*innen Westfalen e.V.) mit seinen insgesamt 230 Mitgliedern an und zeigt während der IGA 2027 in der eindrucksvollen Kompressorenhalle der Kokerei Hansa unterschiedliche künstlerische Arbeiten. Werkstoffe wie Licht, Farbe, Stein, Holz, Metall, Papier, digitaler Raum und Klang werden Ausgangspunkt, z.B. wenn ein Werkstoff altert, rostet, verwittert oder sich unter Licht verändert.
Galerie
LÜNEN
Natur im Mittelpunkt
Im Zukunftsgarten Lünen steht die Natur im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Das ehemalige Zechengelände Viktoria, das zur IGA 2027 als Park neugestaltet wurde, bietet dafür eine ideale Kulisse: blühende Wiesen und Industriewald mit einer vielfältigen Fauna.
Paul Kämpf ist studierter Forstwirt. Seine besondere Leidenschaft gilt der Makrofotografie von Insekten. Mit der Technik des Focus Stackings macht er kleinste Details von Käfern, Faltern und anderen Insekten sichtbar. Seine Fotografien wurden bereits in Ausstellungen gezeigt und unter anderem von GEO, National Geographic Kids und Stern aufgegriffen.
Susanne A. Schalz, in Essen geboren und freischaffende Künstlerin, ist vor allem für ihre farbstarken und lebendigen Interpretationen des Ruhrgebietes bekannt. Zur IGA wird sie ihre Werkserie ‚auf Kohle gewachsen‘ ausstellen, in der sich intensive Töne zu floral-abstrakten Kompositionen aufbauen.




