Naherholungsanlage PHOENIX See
Urbanes Wassererlebnis zwischen Wandel, Weitblick und Freizeitgenuss
Auf dem Gelände des 2001 geschlossenen Stahlwerks „PHOENIX Ost“ entstand auf Basis der visionären Idee des Stadtplaners Norbert Kelzenberg, zusätzlich zur Entwicklung neuen urbanen Wohn- und Arbeitsraums, eine identitätsstiftende Naherholungsanlage für den Stadtteil Hörde. So ist der PHOENIX See als erfolgreiches Beispiel für gelungenen Strukturwandel international bekannt und im Jahr 2018 mit dem Deutschen Städtebaupreis geehrt worden.
Heute erinnern rund um den See Elemente wie der 68 t schwere Thomas-Konverter, die Stahlbrammen, das Heimatmuseum in der Burg Hörde sowie weitere Kunstelemente im öffentlichen Raum an die Industriegeschichte des Stahlwerks.
Östlich der Hörder Innenstadt öffnet sich die Bebauung zum befestigten Promenadenufer mit Gastronomieangeboten rund um das Hafenbecken. Der 3,5 km lange Rundweg führt mit über 10 Zugängen um den 24 ha großen See und integriert sich in bestehende Stadt-, Mobilitäts- und Naturräume.
Bereits in wenigen Jahren hat sich u.a. in Bezug auf die Wasservögel eine ausgeprägte Artenvielfalt entwickelt. Der Schilfgürtel ist dabei sowohl wichtiges Brutrevier als auch Laichplatz für Fische und Amphibien. Die im Zuge des Wasserpflanzenmanagements etablierte Armleuchteralge bildet für einen unbeeinträchtigten Wassersport niedrig wachsende Pflanzenteppiche aus und sorgt neben der kontinuierlichen Bewirtschaftung für eine hervorragende Wasserqualität des Sees.
Als Sport- und Freizeitangebote für alle Altersklassen zeichnen den PHOENIX See neben den Wassersportaktivitäten der Fitnessparcours am YouPoint, die Boulebahn, die Kleinspielfelder und die drei Abenteuer-Spielplätze aus. Auch durch Veranstaltungen wie Drachenbootrennen, Halbmarathon oder DJ-Picknicks hat sich die Örtlichkeit des Sees einen überregionalen Namen gemacht.
Wohnen, Arbeiten und Leben am PHOENIX See sind geprägt durch einen abwechslungsreichen Alltag. Die Gemengelage aus urbanem Stadtraum, der industriekulturellen Historie und der schutzbedürftigen Naherholungsanlage erfordern jeden Tag Zusammenarbeit und urbane Resilienz. Die Bewirtschaftung und Instandhaltung des Gewässers sowie der ufernahen städtischen Grünanlagen ist Aufgabe der Stadtentwässerung in Kooperation mit dem Tiefbauamt, dem Grünflächenamt und der Emschergenossenschaft. Die Vielfalt der Qualitäten und Aufgaben zeigen den einzigartigen Charakter des PHOENIX Sees, den wir gemeinsam bewahren und pflegen wollen.
Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmal(e)
Die Naherholungsanlage PHOENIX See mit seinem urban geprägten Teil im Westen und dem naturnahen Bereich im Osten bietet allen Besuchenden unterschiedlichste Aufenthaltsmöglichkeiten zur Gestaltung individueller Freizeitaktivitäten. Mit einem zusätzlichen Hochwasserrückhaltevolumen von 235.000 m³ für die Emscher ist der PHOENIX See zugleich ein wichtiger Garant für den Hochwasserschutz in Dortmund.
Im Bereich des Hörder Hafens, des Seeparks Südwest bis zum Sportstützpunkt sorgen Gastronomie- und Wassersportangebote sowie Sonnendecks und Picknickwiesen für verschiedenste Aufenthalts- und Freizeitangebote. In der Osthälfte liegt der Fokus auf Naturbeobachtung, ruhigem Verweilen und Rückzugsräumen, bietet mit dem YouPoint und den Kleinspielfeldern jedoch auch zusätzliche sportliche Betätigungsmöglichkeiten.
Der Dreiklang aus Wohnen, Arbeiten und Erholung im direkten Wechselspiel zueinander macht den PHOENIX See insgesamt zu einem besonderen und einzigartigen Ort für gelungenen Strukturwandel in Dortmund.
Eintritt
- kein Eintritt
- Tretbootverleih (Preise: https://www.bootsverleih-am-phoenixsee.de/), Gewässerbenutzung (Kanu, Ruderboot, Segelboot, Modellboot) nur mit Genehmigung
Gebühren: https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/dortmund-erleben/phoenix-see/downloads/phoenixseee_satzung_gebuehren.pdf, Modellbootgenehmigung kostenfrei
Impressionen
Öffnungs- & Besuchszeiten
ständig frei zugänglich
Erreichbarkeit
mit der Stadtbahnlinie U 41 oder mit der Regionalbahn 53, 57, 59 bis zum Halt „Hörde Bahnhof“, anschließend wenige Gehminuten durch die Hörder City zu Fuß oder Buslinie 445 bis Haltestelle „Am Kai“ direkt am Seeufer
Parkmöglichkeiten Westseite: Hörder Hafenstraße, Am Kai, Phoenixseestraße 3 (Parkhaus)
Parkmöglichkeiten Südseite: Phoenixseestraße 15 (Parkhaus)
Parkmöglichkeiten Ostseite: Am Kaiserberg, Meinbergstraße (Parkplatz)
Barrierefreiheit
- 12 barrierefreie Zugänge vorhanden (rund um das Hafenbecken: Hörder Hafenstraße, Hörder Burgstraße, Hörder-Bach-Allee, Hörder Burgplatz, Rudolf-Platte-Weg, Am Kai, vVon Norden: Emscherrad-/Fußweg, mehrfach An dem Emscherauen, östlich: Am Kaiserberg, Ostende Röhrichtweg)
- taktiles 3D-Modell der Naherholungsanlage auf dem Hörder Burgplatz
- 3 barrierefreie Toilettenanlagen (Nordufer am Ende der Hafenpromenade, kostenfrei, Südufer Sportstützpunkt und Ostufer Nähe YouPoint jeweils Citytoilette, kostenpflichtig, Euroschlüssel-fähig)
- Inklusives Segeln: Sail Together e. V. betreibt barrierefrei nutzbare Segelboote (www.sail-together.de).
- Veranstaltung Inklusiver Sport- und Bewegungstag 1x jährlich am PHOENIX See
Gastronomieangebot
Vielfältiges Gastronomieangebot im Bereich Hafen und Sportstützpunkt:
- Hafenpromenade, Hörder Burgplatz, Am Kai, Rudolf-Platte-Weg, Phoenixseestraße 22
- Angebot des Fahrradverleihsystems vom Regionalverband Ruhr (RVR)
- Hotel Hampton by Hilton, Faßstraße 3
Sonstiges
- WCs: vorhanden
- Beschilderung an den Pflanzen: nicht vorhanden
- Bänke und Sitzgelegenheiten: vorhanden
Fahrräder:
- Radabstellanlagen in Bügelform entlang der Zugänge des Rundwegs vorhanden
- Anschluss an diverse Haupt- und Nebenrouten innerhalb Dortmunds, an zwei Velo-Routen unweit im Osten und Westen der Naherholungsanlage und an den Hoesch-Hafenbahn-Radweg
- Anschluss an den Emscherradweg in Richtung Quelle sowie Mündung und dadurch an das überregionale Netz des Regionalverbands Ruhr (RVR)
Hunde:
- Hunde sind erlaubt, jedoch durchgehend anzuleinen.
Lageplan
Anschrift
Naherholungsanlage PHOENIX See
Hafenstraße
44263 Dortmund
Deutschland
Daten
Entstehung:
- 09/2005 bis 05/2011
Weiterentwicklung:
- Ergänzung Seglersteganlagen an den Hauptstegen im Hafen und am Sportstützpunkt (2014)
- Jugendspielplatz YouPoint unter der Brücke B236 (1919)
- Erneuerung der Sonnendecks mit doppelt modifizierten Hölzern (2022)
- Pflasterung der Fußwege rings um den See (2025/26)
- Anpassung der Naherholungsanlage an sich stetig verändernde bzw. erweiternde Nutzungsherausforderungen (Drohnen, E-Scooter, smartphonegestützte Aktivitäten etc.) im Sinne der öffentlichen Daseinsvorsorge und aller Nutzenden
Beteiligte Büros:
- ARGE W+W (Björnsen Beratende Ingenieure GmbH, Landschaft planen + bauen GmbH, Spiekermann Ingenieure GmbH)
- B. S. L. Landschaftsarchitekten
- Masuch+Olbrisch Ingenieurgesellschaft mbH
- delta h Ingenieurgesellschaft mbH
Partner*innen:
- Emschergenossenschaft (Projektpartner bei der Realisierung der Anlage, Renaturierung u. Unterhaltung der Emscher und des Hörder Bachs, Hochwassermanagement, Betrieb der Phosphateliminationsanlage, biologisches und chemisches Monitoring)
- DSW 21 (über Phoenix See Entwicklungsgesellschaft Projektpartner bei der Realisierung der Anlage, inkl. der Aufbereitung und Vermarktung der umliegenden Baugrundstücke sowie der Erschließung der zugehörigen Verkehrsflächen)
„Erlebnisrouten IGA 2027 – Grüne Transformation mit dem Rad erleben"
Das Projekt wurde gefördert von:



