Zechenpark Friedrich Heinrich

Im Park der Zukunft als Weiterentwicklung des urbanen Lebensraums

47475 Kamp-Lintfort, Friedrich-Heinrich-Allee 63

Neue und unerwartete Blickwinkel auf die Themen Ökologie und Klimaanpassung eröffnet das Vorhaben im Zechenpark Kamp-Lintfort.

Der Zechenpark Friedrich Heinrich ist seit Ende der Landesgartenschau 2020 ein frei zugänglicher Stadtpark mit außerordentlichem Erholungswert für Stadt und Region. Neben Umwelt und Natur werden durch das Zentrum für Bergbautradition und das Green Fab Lab der Hochschule Rhein-Waal vor Ort auch die Themen Industriekultur, Digitalisierung und grüne Technologien bespielt. Im Zentrum des aktuellen Projektes stehen die Themen Biodiversität und Klimaresilienz. Geplant ist unter anderem ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur Untersuchung von alternativem Gleisbau im Hinblick auf den ökologischen Nutzen von Trassen sowie deren umweltfreundliche Pflege, wie beispielsweise der Verzicht auf Pestizide, dessen Ergebnis eine bundeweite Strahlkraft haben kann. Zu diesem Zweck wird die ehemalige eingleisige Strecke der Zechenbahn von insgesamt 8 km revitalisiert. 1,1 km führen davon durch den Zechenpark, mit dem Focus, die sensiblen Parkbereiche um weitere Maßnahmen zur Förderung von Biodiversität, Aufenthaltsqualität und Naturerlebnis zu bereichern. Neben einem „Grünen Gleis“ mit Rasenbewuchs anstelle von Schotter als wichtiger Bestandteil eines attraktiven, hochwertigen ÖPNV sowie einem positiven Einfluss auf das Stadtklima durch Temperaturregulation infolge von Transpiration und Kondensation, werden zur Sicherung der Gleisanlagen insektenfördernde Strukturen entlang der Strecke errichtet. Modifizierte Lebend- oder Totholzhecken werden als „Insektenhotelband“ bahngleissichernd mit unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Ziel ist eine Vernetzung von linearen und flächigen Insektenlebensräumen im Zechenpark, die neben der Stabilisierung erster bereits vorhandener Insektenansiedlungen auch verschiedene Artengruppen stärken und fördern. Die zukünftig den „Umwelt- und Klimapark“ Kamp-Lintfort anfahrende Regionalbahn wird den pendelnden Studierenden eine gute Anbindung zur nahegelegenen Hochschule ermöglichen, wozu an der nördlichen Spitze des Geländes ein kleiner Bahnhof mit Photovoltaik ausgestattetem Dach oder Dachbegrünung errichtet wird. Der dort bestehende, von altem Baumbestand begleitete Platz wird – ergänzt durch Baumneupflanzungen – zum schattigen Bahnhofsvorplatz weiterentwickelt und bindet den Haltepunkt an die städtischen Bus- und Bahnlinien an. Am südlichen Ende des Zechenparks entsteht mit dem Klimawäldchen als Gegenpol ein kühler und kühlender Ort, der als „Grünes Klassenzimmer“ der Umweltbildung dienen soll.

Mit bürgerwissenschaftlichem Ansatz untersucht die Hochschule Rhein-Waal die biologische Vielfalt der Blütenpflanzenarten im Zechenpark und deren Veränderung im Laufe der Zeit nach dem Ende der Landesgartenschau. Bürgerinnen und Bürger sollen sich als Biodiversitätsforschende beteiligen, Studierende die Biodiversitätsflächen als Lernort nutzen können. 

Besonderheiten / Alleinstellungsmerkmal(e)

  • Aussichtsturm /ehemaliger Förderturm  
  • Ensemble Schirrhof mit ehem. Pumpenhaus (Infozentrum)  
  • Lehrstollen

Eintritt

  • kein Eintritt

Impressionen

Infozentrum Di-Fr 10-15h, Sa+So 11-16h 

Lehrstollen + Förderturm So 11-17h (April – Oktober), sonst auf Anfrage

Parkplatz Friedrich-Heinrich-Allee 90

Die Parkanlage ist barrierefrei.

Gastronomie ist vorhanden

Weitere Gastronomieangebote: Café Kalisto-Tierpark im Zechenpark Ringstraße 200

  • WC vorhanden
  • Bänke und Sitzgelegenheiten
  • Hunde sind erlaubt
  • Wellings Parkhotel Neuendickstraße 96 , 47475 Kamp-Lintfort
  • Gästeführungen
  • E-Bike-Ladestation
  • Segway Touren
  • Kamper Gartenreich

     

Anschrift

Zechenpark Friedrich Heinrich

Friedrich-Heinrich-Allee 63
47475 Kamp-Lintfort
Deutschland

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